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Gemeinwohlökonomie Teil 11 – Gesellschaftliches Umfeld

2016_04Unternehmer-LaeuferDetailIm letzten Artikel haben wir uns Umsetzungsbeispiele zur Berührungsgruppe KundInnen, MitbewerberInnen, Produkte/Leistungen (D1 – D5), angesehen. In diesem Artikel nehmen wir uns die Indikatoren zur Berührungsgruppe gesellschaftliches Umfeld (E1 – E5), vor.

Ziele der Indikatoren E1 – E5

Die Ziele dieser IndikatorInnen sind, darauf zu schauen, wie sinnvoll die Produkte und Dienstleistungen sind, die das Unternehmen anbietet und zwar über den Nutzen für die direkten KundInnen hinaus – für die Gesellschaft, Umwelt/Natur, unseren gesamten Planeten. Dabei werden vorrangig drei Aspekten beleuchtet (nach John Croft): Dienen die Angebote ….
1) dem persönlichen Wachstum der Menschen
2) der Stärken der Gemeinschaft
3) der Absicherung der Lebensgrundlage der Erde
Darüber hinaus geht es aber auch um das Engagement, das persönlich für Soziales erbracht wird – vom Unternehmer selbst, aber auch von den MitarbeiterInnen – sowie um die gemeinwohlorientierte Gewinnverteilung.

Einige der entscheidenden Fragen, die man sich hier zu stellen hat sind:

Welchen gesellschaftlichen Nutzen stiftet mein Angebot?
Welche Form des gesellschaftlichen Engagements betreiben wir? Wie viel an Geld, Ressourcen und konkreter Arbeitsleistung wird dafür aufgewendet?
Betreiben wir Kooperationen mit Non-Profit-Organisationen?
Was sind die Auswirkungen unseres Tuns auf die Natur/Umwelt?
In wiefern sind unsere Nachbarn/die Region in der wir stationiert sind, von unserem Tun betroffen?

Einbeziehung der Umwelt – Chancen erkennen

Um all die Sinn-Fragen beantworten zu können und negative Auswirkungen auf die Umwelt zu verhindern, ist eine transparente, offene Kommunikation mit den Betroffenen erforderlich. Je nach Branche und Unternehmensstruktur gibt es dazu unterschiedliche Möglichkeiten, aktiv auf die „Nachbarn“ zuzugehen. Beim ersten Blick auf diesen Punkt denkt man gerne an eine „Muss-Bestimmung“, vor der man sich scheut. Allerdings bieten sich hier auch Chancen, von außen Ideen, Anregungen und zielführendes Feedback zu bekommen.

Resumee:

Wichtig ist es, wesentlich mehr Produkte und Leistungen am Markt zu platzieren, die auf irgendeiner Ebene dem Gemeinwohl dienen und damit Gesundheit, Sicherheit, Wohlbefinden, etc. fördern. Verdrängt werden sollen im Gegensatz dazu, alles, was uns krank macht, gefährdet, die Umwelt schädigt/zerstört, etc.

… im nächsten – dem letzten – Artikel dieser Serie beschreiben wir Best Practices zu diesen Indikatoren!

 

Weitere Artikel zum Thema:

GWÖ Teil 10 – Produkte/Leistungen, KundInnen, MitbewerberInnen – Gelebte Beispiele

Gemeinwohlökonomie Teil 9 – Produkte/Leistungen, KundInnen, MitbewerberInnen – Hintergründe, Ziele

Gemeinwohlkökonomie Teil 8 – MitarbeiterInnen und UnternehmerInnen – Gelebte Beispiele

Gemeinwohlökonomie Teil 7 – MitarbeiterInnen und UnternehmerInnen – Hintergründe, Ziele

Gemeinwohlökonomie Teil 6 – ethisches Finanzmanagement – Hintergründe, Ziele

Gemeinwohlökonomie Teil 5 – ethisches Finanzmanagement – Hintergründe, Ziele

Gemeinwohlökonomie Teil 4: ethisches Beschaffungsmanagement – Gelebte Beispiele

Gemeinwohlökonomie Teil 3: ethisches Beschaffungsmanagement – Hintergründe und Ziele

Gemeinwohlökonomie Teil 2: Mit der Gemeinwohlmatrix zur Gemeinwohlbilanz

Gemeinwohlökonomie Teil 1: Ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell der Zukunft“

Author: Sabine Lehner

Im März 1968 in Salzburg geboren, ist Gründerin und Geschäftsführerin der MARKENwerkstatt Salzburg. Seit 1996 ist sie im deutschsprachigen In- und Ausland als selbstständige Unternehmerin beratend, konzipierend und gestaltend tätig. Die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit liegen in der Entwicklung von Marken für Unternehmen und Netzwerke sowie der Ausarbeitung von darauf aufbauenden Marketingkonzepten.

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