Kommentar: KI und Politik – ein „Nichtverhältnis“ das uns die Katastrophe führt?
KI darf „echten“ Computer benutzen – die Ergebnisse sind faszinierend und völlig erschreckend
„LLM (Large Language Model) in a Sandbox“
So lautet der Titel eines Papers chinesischer Forscher in Zusammenarbeit mit Microsoft. Die Forscher haben einem LLM (Large Language Model) gestattet auf eine eigene Computer Instanz mit dem Betriebssystem Ubuntu aus gestattet mit einem Interzugang zuzugreifen. Dabei ist etwas Erstaunliches passiert. Das LLM wurde beauftragt eine komplexen Antwort aus der Chemie zu geben, die für eine klassisches LLM-Model, wie wir es alle aus unserem KI-Alltag kennen, schlicht nicht zu beantworten ist, weil es dazu schlicht keine Trainingsdaten hat.
Ohne spezifisches KI-Training erfolgreich zum Ziel
Ohne eigenes Training für den Umgang mit Computern, hat die KI nun das getan, was Menschen, die sich mit der Materia sehr gut auskennen, nun tun würden und hat den Computer so benutzt, dass es die komplexe Frage vollständig richtig (und ohne zu Halluzinieren) beantworten konnte.
- Zuerst hat Die KI ein Java Runtime Enviroment und Java installiert.
- Dann griff die KI bei Github auf eine spezielle Chemiedatenbank namens Opsin zu und hat sie lokal downgeloadet, um damit arbeiten zu können.
- Dann konnte die KI die gesuchten komplexen Antworten in Form von molekularen Strukturen richtig und ohne Fehler erzeugen.
Was lernen wir daraus?
- Offenbar sind die LLMs doch viel weiter in ihren Möglichkeiten, als nur innerhalb ihres „Gefängnisses“ auf Serverfarmen zu laufen.
- Damit würden sich LLMs genauso wie echte Mitarbeiter einsetzen lassen.
- Und ich persönlich bin schon ein wenig erschrocken, über dieses Ergebnis, widerspricht es doch meiner Alltagserfahrung mit KI. Offenbar kann KI, von der Leine gelassen schon viel mehr als wir es aus den Anbietermodellen kennen.
- Ergo sich einen Rechner mit viel Speicher (ich empfehle den Apple Studio Ultra mit 512Gb RAM) besorgen, drei große LLMs installieren, eine Sandbox mit Unubtu installieren und los geht’s.
Muss man sich vor KI fürchten? Ja – wir tun es schon!
Man muss nicht, aber wie eine aktuelle Untersuchung der Universität Wien zeigt, tut das mittlerweile ein großer Teil der Bevölkerung, die diese Pressemeldung zeigt, die wir letzte Woche hier auf Unternehmerweb veröffentlich haben: KI als „Jobkiller“ wirkt negative auf Vertrauen in Demokratie.
Personen, die Künstliche Intelligenz als arbeitsplatzersetzend beschrieben bekamen, äußerten deutlich weniger Vertrauen in demokratische Institutionen. Die Studie macht deutlich, dass die gesellschaftlichen Folgen Künstlicher Intelligenz nicht erst dann beginnen, wenn Arbeitsplätze tatsächlich verschwinden. Bereits Erwartungen und Befürchtungen können politische Einstellungen verändern.
Ein Österreicher sorgt für KI-Euphorie
Und dann ist letzte Woche noch MoltBot aufgepoppt. Eine „Sideproject“ des österreichischen Entwicklers Peter Steinberger. Moltbot kann das, was LLMs derzeit noch nicht so gut können, nämlich „persönlicher Butler“ sein. Flüge selbständig buchen, Termine planen und verwalten, Konzert- oder Kinokarten und noch vieles mehr kann MoltBot.
Es funktioniert tatsächlich erstaunlich gut! Nur – „The security will be a nightmare“ wie es eine bekannter IT-YouTuber aus den USA ausdrückte. Doch auch er war in seinem Video sehr von MoltBot beeindruckt.
Politik wo bleibst du?
Wenn Menschen das Gefühl haben, von Künstlicher Intelligenz verdrängt zu werden, äußern sie Zweifel am politischen System!
Eigentlich sollte oder muss die Politik jetzt reagieren, aber ich persönlich habe schon lange das Gefühl, dass die meisten Politiker:innen Digitalisierung noch nicht einmal richtig buchstabieren können! KI ist für sie einevon vielen Baustellen und die EU wird es (irgendwann) schon richten.
Wollen wir optimistisch bleiben, dann wird es JETZT Zeit, dass sich die Politik sehr schnell und sehr umfassend mit den Themenkreisen rund um KI befasst, denn davon hängt ab, wer künftig unsere Steuern zahlt. Computer werden es nicht sein und auch keine KI-Modelle – oder vielleicht doch?
Quellen:





