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Benjamin Kloiber

Ich heiße Benjamin Kloiber und studiere Politik und Wirtschaft. Unternehmerweb ist eine Plattform, die Einzel- und Kleinunternehmer mit Infos bedient, vernetzt und auch mit ihnen interagiert. Anders ausgedrückt: Unternehmerweb ist schon lange nötig. Recherchieren, vernetzen und informieren sind Dinge, die mir liegen. Damit möchte ich Unternehmerweb unterstützen.

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3 Comments

  1. 1

    richard jank

    hallo Herr Kloiber, danke für die interessante Artikelserie! Sie schreiben im Absatz „Kritik am Wahlrecht“,…“Wählergruppen sind im Vorteil, wenn sie in fast jeder Fachgruppe antreten und Mandate erlangen.“…
    eine Frage dazu: es steht doch allen Wählergruppen frei in jeder Fachgruppe zu kandidieren, oder?
    lg Richard Jank

    Antwort
    1. 1.1

      Benjamin Kloiber

      Sie haben völlig recht, Herr Jank. Jeder Wählergruppe steht es frei, in jeder Fachgruppe zu kandidieren.

      Aber: Gibt es in einer Fachgruppe bloß wenige Wahlberechtigte (z.B. 100) ist es unrealistisch, dass jede etablierte Wählergruppe auch einen Kandidaten findet.

      Ein Beispiel: Bei der WKO-Wahl 2010 gab es in der Fachgruppe der Spediteure in Salzburg 145 Wahlberechtigte. Kandidiert haben ÖWB, SWV und RfW. Die Grüne Wirtschaft nicht. Entweder hat sie unter den 145 Spediteuren keinen Kandidaten gefunden – oder zu wenige Unterstützungsunterschriften gesammelt.

      Zu den Unterschriften:
      Bei einer Anzahl von bis zu 25 Wahlberechtigten 1 Unterschrift
      von 26 bis zu 100 Wahlberechtigten 2 Unterschriften
      von 101 bis zu 200 Wahlberechtigten 3
      von 201 bis zu 300 Wahlberechtigten 4
      von 301 bis zu 400 Wahlberechtigten 5
      von 401 bis zu 500 Wahlberechtigten 6
      von 501 bis zu 600 Wahlberechtigten 7
      von 601 bis zu 700 Wahlberechtigten 8
      von 701 bis zu 800 Wahlberechtigten 9
      über 800 Wahlberechtigten 10

      Wie sie sehen, stellen die Unterschriften keine große Hürde dar. 😉

      Auf jeden Fall war ein Salzburger Spediteur nicht in der Lage, die Grüne Wirtschaft zu wählen – außer er hätte selbst kandidiert. Auch deshalb wollen SWV und Grüne Wirtschaft, dass das Wirtschaftsparlament DIREKT gewählt wird – ohne den Umweg über die Fachgruppen. So könnte jedes WKO-Mitglied jede Wählergruppe wählen; selbst wenn diese nicht in ihrer Fachgruppe antritt. Das wäre besser für SWV, RfW und alle anderen, außer den ÖWB. Für den wär das schlechter.

      Ich hoffe, Ihre Frage ausreichend beantwortet zu haben.

      Antwort
  2. 2

    Volker Plass

    Die Grüne Wirtschaft kritisiert das WKO-Wahlrecht nicht, weil es mehrheitsfördernd ist, sondern weil die (politischen) Wirtschaftsparlamente nicht mit eigenem Stimmzettel, sondern indirekt durch Hochrechnung der in den (eher unpolitischen) Fachgruppen errungenen Mandate gewählt werden.

    Das ist so, wie wenn es in Österreich nur Gemeinderatswahlen gäbe und von diesen Ergebnissen die Zusammensetzung der Landtage und des Nationalrats hochgerechnet würde.

    Die Hochrechnung erfolgt übrigens nicht nur mehrheitsfördernd sondern auch minderheitenfördernd z.B. zugunsten der Banken. Im entsprechenden Wahlkatalog bekommen mitunter mitgliederschwache Sparten mit geringerer wirtschaftlicher Bedeutung mehr Mandate als die großen Sparten.

    Das Kamnerwahlrecht erinnert also an ein marxistisch-leninistisches Rätesystem kombiniert mit Kurienwahlrecht.

    Bei den Reisebüros Word die Grüne Wirtschaft übrigens antreten!

    Antwort

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