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Shiva Prugger, Domina: … war zuvor in der Telefonerotik tätig – Teil 1

© 3D-Rendering: www.corporate-interaction.com

Shiva Prugger
Villa Bizarr
Hasnerstraße 95/1
1160 Wien, Österreich
Tel: +43 699 81404084
E-Mail: ta.ko1484688005oltuo1484688005@emil1484688005busal1484688005-tigr1484688005ib1484688005
Internet: www.birgit-lasublime.at

Was war deine ursprüngliche Motivation zu gründen?

Irgendwann stellte ich fest, dass aus einem anfänglichen „Hobby“ mehr wurde und es an der Zeit war, meine Tätigkeit auf offizielle, korrekte Beine zu stellen. Ich entspreche definitiv nicht dem „Angestelltencharakter“ und bin auch kein Herdentier, daher gänzlich ungeeignet für eine Vielzahl von Berufen. Ich war immer schon selbstständig, davor habe ich 10 Jahre lang Telefonerotik gemacht, die letzten Jahre davon mit meiner eigenen Mehrwertnummer.

Wie entstand die Idee zur Villa Bizarr?

Eines morgens stand ich auf und hatte diese Idee wie selbstverständlich und ganz klar in meinem Kopf. Mich hat quasi der Blitz über Nacht getroffen. Zum Glück war mir vorher nicht bewusst, welche Hürden auf mich zukommen werden, ich hätte es sicherlich gelassen und mir das Ganze nicht angetan.

Mit welchen Reaktionen wurdest du nach deiner Unternehmensgründung konfrontiert?

Es kamen vor allem von meinen wegbegleitenden Kunden durchwegs positive Reaktionen. Die wenigen Skeptiker, die mir abraten wollten mein Geschäft auf offizielle Beine zu stellen, (man kommt so auch irgendwie durch) oder meinten, ich würde durch den Schritt in die Professionalität Kunden verlieren, ließen mich ziemlich unbeeindruckt. Ich wusste ganz genau, dass ich mit dem was ich tue, völlig richtig liege.
Ich halte es für sehr wichtig, bei Entscheidungen ganz genau auf sein intuitives Bauchgefühl zu hören und sich von anderen nicht dreinreden zu lassen.

Beschreibe das Geschäftsmodell deines Unternehmens

Ich biete eine eher seltenere, spezialisierte Luxusdienstleistung an. Ich erfülle Männern ausgefallene erotische und sexuelle Phantasien, die sie unter Umständen in ihrem Alltagsleben (oder mit der eigenen Frau oder Freundin) nicht ausleben können. In einem wertfreien und diskreten Rahmen können diese Männer ihre unverwirklichten Wünsche mit mir als Mitspielerin outsourcen.

Beschreibe bitte die Eckdaten deines Unternehmens

Am 24.6.2015 habe ich von der Meldestelle für Prostitutionsangelegenheiten der Landespolizeidirektion Wien meine Bewilligung erhalten. Seither bin ich offiziell als Domina in meinem Lokal tätig. Die rechtliche Grundlage für meine Tätigkeit ist das Wiener Prostitutionsgesetz. Ich gelte als „Neue Selbstständige“. Mein Lokal hat 40qm und ich habe einen unbefristeten Mietvertrag „ergattert“.

Wer sind deine MitbewerberInnen? Was machst du anders als sie?

Der Markt an Dominas in Österreich – für mich im speziellen in Wien – ist recht dünn besiedelt. Es gibt wenige professionelle Dominas, die ein eigenes Studio haben. Die meisten machen ihre Sessions in einem Studio, in dem sie tätig sind. Es gibt auch Prostituierte, die ihre dominanten Dienste in Laufhäusern als Zusatzleistung zu ihrem klassischen Service anbieten. Ich habe kein all zu großes Interesse daran, mich damit zu beschäftigen, wie es und was andere Damen meiner Branche machen, da jede auf ihre Art einzigartig ist und daher nicht kopierbar sind. Ich empfinde auch überhaupt keine Konkurrenz.
Viele Kolleginnen sind sich jedoch der Tatsache nicht bewusst, dass eine Kontaktaufnahme seitens der Kunden nur über einen gut formulierten Anzeigentext funktioniert. Ich bin zudem auch äußert freundlich und höflich, wenn ich von einem potentiellen Kunden angerufen werde, was anscheinend für einige Damen nicht ins Klischee einer Domina passt. Vielen Männern fällt es ohnehin schwer, Frauen wie mich zu kontaktieren und zu erzählen, was sie gerne hätten. Mein Psychologiestudium ist mir im Umgang mit meinen Kunden und in der Umsetzung ihrer Phantasien bestimmt sehr hilfreich.

Wie schätzt du allgemein die Lage der Branche ein?

„Sex sells“ (immer) sagt man. Ich komme ursprünglich aus der Telefonerotikbranche, auch ein Sexgeschäft, allerdings auf distanzierter Ebene ohne realen Praxisbezug. Dominastudios wird es immer geben. Der Betrieb eines Dominastudios unterliegt meiner Meinung nach gerade einem zeitlichen Wandel. War es vor Jahren noch genug, mit einfachen „Mitteln“ Sessions zu gestalten, haben Kunden heute durch die stark boomenden Gratisvideoportale ganz andere, konkretere Bedürfnisse. Mitunter haben sie auch höhere Ansprüche, die sie als Konsument einer Dienstleistung auch erfüllt haben möchten. Das impliziert, dass man sich viele Gedanken über das eigene Equipment machen muss und sich gemäß der schnelllebigen Zeit auch permanent Neues anschaffen muss. In Wien und auch in Restösterreich gibt es einen sehr überschaubaren Angebotsbereich von dominanten Diensten. Nicht vergleichbar mit den Angeboten in Deutschland beispielsweise.

Betreibst du noch andere Unternehmen?

Nein, die Villa Bizarr wird wohl immer mein einziges „Baby“ bleiben. Ich spiele ab und zu mit dem Gedanken, wie es wäre, wenn ich mir in ein paar Jahren ein größeres Lokal anmieten oder ein zweites, kleines dazu nehmen würde. Ich hätte dann natürlich erweiterte „Spielmöglichkeiten“ und könnte mein Angebot vergrößern. Dieser Schritt würde aber auch implizieren, dass ich zumindest eine Mitarbeiterin bräuchte, damit beide oder die große Lokalität ausgelastet sind. Aktuell läuft alles zu meiner vollen Zufriedenheit, derzeit spricht nichts für eine Erweiterung bzw. Vergrößerung. Ein größeres Lokal oder ein weiteres heißt nicht unbedingt deswegen mehr zu verdienen, zumindest bedeutet es ganz sicherlich noch mehr Arbeit.

Nutzt du die neuen Medien (Facebook, Twitter, Xing, Instagram etc.)? Wenn ja, wie genau?

Ich inseriere ausschließlich übers Internet. Ich muss zugeben, ich bin jetzt nicht gerade eine sehr computeraffine Person. Von den Neuen Medien nutze ich Facebook, auch wenn ich da vorbehalte habe. Auf Facebook habe ich mir eine gewerbliche Seite angelegt, auf der ich als „Villa Bizarr“ aufscheine. Ich verspreche mir davon keinen zusätzlichen Zulauf, aber zumindest wäre es für meine „Kunden“ ein Portal, auf dem sie Neues über mich sowie Neuigkeiten in meinem Lokal erfahren und an meinem ständigen Transformationskurs teilhaben können.

Welches Mobilitätskonzept hast du?

Ich kenne die Definition von „Mobilitätskonzept“ nicht. Aber ich assoziiere gerne. Wie komme ich voran? Also ich hatte bisher noch nie ein Auto, ich habe von meinem Exfreund eines zu Schrott gefahren und eines in seinem Namen verkauft. Ich habe inzwischen aber einen großen Autowunschtraum, den ich mir hoffentlich in den nächsten Jahren erfüllen kann. Da ich in Wien lebe und in meiner Wohngegend eine sehr gute Infrastruktur habe, brauche ich kein Auto. Ich fahre leidenschaftlich gerne Fahrrad und nutze auch das in Wien sehr gut vernetzte Citybike. In meinem Bezirk gehe ich sehr viel zu Fuß. Vor allem habe ich das ganz große Glück, dass mein Arbeitsplatz genau 1,1km von meiner Wohnung entfernt ist und ich dort in gut 12 Minuten zu fuß bin. Am Weg liegen Nahversorger, so dass ich am Heimweg auch noch im „vorbeigehen“ meine Einkäufe des täglichen Bedarfs erledigen kann. Mobilitätskonzept könnte ich aber auch verstehen als Option, meine Dienstleistung in einem anderem Ambiente anzubieten, sprich wie und wo kann ich meine Dienstleistung sonst noch anbieten. Da würde sich beispielsweise das private Ambiente bei meinen Kunden daheim anbieten, ein Hotelzimmer, oder Outdoor. Alles Varianten, die mich selbst nicht so ansprechen und ich daher auch nicht umsetzen möchte. Mein Lokal bietet so viele Spielmöglichkeiten, dass ich diese durch keinen anderen Ort ersetzen will.

Beschreibe dich als Person mit sieben Eigenschaftswörtern

penibel, korrekt, konsequent, stur, kämpferisch, gerechtigkeitsfanatisch, (sehr) zäh, unkonventionell, verrückt (mit intelligenter Baseline), provokant, mutig, selbstständig, bescheiden, zufrieden, glücklich und endlich angekommen.

Shiva Prugger, Domina: … war zuvor in der Telefonerotik tätig – Teil 2

Wenn auch Sie sich als UnternehmerIn mit einem kostenlosen Portrait vorstellen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt zur Redaktion auf.

Author: Maria Prugger

Das Schreiben für unternehmerweb.at ist für mich aus mehreren Gründen perfekt. Ich habe die Möglichkeit neben dem Erstellen meiner Masterarbeit zu schreiben, es ermöglicht mir meine Flexibilität beizubehalten und mich mit immer neuen Themen auseinander zu setzen. Ich hoffe, dass ich meine Leidenschaft für Nachhaltigkeit und IKT an andere weitergeben kann.

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