Kooperation & Vernetzung: Gezielte Bündelung von Kompetenzen

© 3D-Rendering: www.corporate-interaction.com

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Im letzten Artikel ging es um Kommunikation und wie man einen guten Weg findet, seine Botschaften an den Mann/die Frau zu bringen. In diesem Artikel geht’s um Kooperation & Vernetzung, was speziell für Kleinstunternehmen von großer Bedeutung ist.

Vorteile kleiner Unternehmen

EPU und Kleinstunternehmen haben gegenüber großen Unternehmen viele Vorteile:
–    Sie sind wesentlich flexibler,
–    können aufgrund der geringen Fixkostenbelastung auch günstigere Angebote erstellen und
–    es gibt immer Klarheit in der Ansprechperson. In großen Unternehmen sind die operativ Tätigen meist nicht diejenigen, mit denen die KundInnen die Projekte und Aufgabenstellung besprochen und vereinbart haben.
Diese Vorteile müssen auch dementsprechend „ausgespielt“ werden.

Nachteile kleinerer Unternehmen

–    Risiko für KundInnen, wenn die eine Person (bei EPU) ausfällt, gibt es keinen, der die Leistung stellvertretend erbringen kann.
–    Für umfangreiche Projekte müssen zusätzlich andere Lieferanten/Betreuer gesucht werden, was den Koordinationsaufwand erhöht.
–    Frage der langfristigen Absicherung: Wenn wir in zwei Jahren eine ergänzende Leistung brauchen, gibt es dieses Kleinstunternehmen dann überhaupt noch?
Um diese Nachteile zu kompensieren, ist es zielführend, stabile Netzwerke zu installieren. Dabei muss aber sehr sensibel darauf geachtet werden, mit wem man sich zusammenschließt. Wenn eine Kooperation nicht funktioniert, kann das negative Auswirkungen auf das Image des eigenen Unternehmens haben.

Daher soll folgendes gut überlegt sein:

1.    Ausgehend vom Bedarf Ihres Kunden: Definieren Sie zunächst, welche ergänzenden Leistungen Sie brauchen, um aus Ihrem Teil-Angebot, ein größeres Ganzes zu machen.
2.    Suchen Sie Unternehmen in Ihrem Umfeld, die diese ergänzende Leistung erbringen können. Fokus, neben dem fachlichen/inhaltlichen auch darauf legen, ob diese Unternehmen Ihre eigene Firmenphilosophie und Arbeitsweise teilen.
3.    Klarheit schaffen vor Projektstart:
a) auf inhaltlicher Ebene: wer bringt, welche Leistungen ein → Klare Abgrenzung
b) auf organisatorischer Ebene: wie laufen unsere Kooperations-Projekte ab?
Wer übernimmt welche organisatorischen Aufgaben? → Kommunikationsmanagement
c) auf emotionaler Ebene: Wie gehen wir miteinander um? → Definition von „Spielregeln“
d) auf finanzieller Ebene: Konditionen müssen vereinbart sein, bevor es losgeht
4.    Transparenz schafft Vertrauen: Kommunizieren Sie Ihren KundInnen gegenüber offen, wer im Netzwerk agiert.
5.    Organisieren Sie regelmäßige Abstimmungsmeetings innerhalb Ihres Netzwerkes – vor allem bei den ersten gemeinsamen Projekten! Das beschleunigt den Prozess des „sich besser Kennenlernens“ und ermöglicht es Ihnen, aufkeimende Probleme rasch zu erkennen und lösen zu können.
So einfach nutzen Sie die Vorteile Ihrer kleinen Unternehmensstruktur, mit denen großer Unternehmen!

Im nächsten Artikel geht es um ein Thema, das eine Art Neubeginn darstellt, für die eine Seite – für die andere das Beendigen des Berufslebens: Die Nachfolge/Übernahme eines Betriebes.

weiterführende Artikel zum Thema:

Gründungsblog Teil 11: Netzwerken – viele Kontaktdaten gesammelt – und was nun?

Gründungsblog Teil 10: … Netzwerken und Social Media

Author: Sabine Lehner

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