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Wie die Multiplen Intelligenzen uns beeinflussen

© 3D-Rendering: www.corporate-interaction.com

Kennen Sie das – manche Aufgaben gehen Ihnen ganz einfach von der Hand und sind sofort erledigt und dann gibt es wieder Tätigkeiten bei denen geht nichts weiter. Die eigenen Intelligenzen können einen Hinweis darauf geben, warum das so ist.
Der amerikanische Psychologe Howard Gardner geht davon aus, dass jeder Mensch über ein einzigartiges Intelligenzenprofil verfügt. Mit diesen Intelligenzen – nicht nur einer – werden wir geboren. Sie sind unseren Antennen mit denen wir lernen. In manchen sind wir stark, in manchen entwickeln wir uns leicht weiter und manche werden nie genutzt. Logistisch-mathematisches Denken und das sprachliches Können werden in der Schule stark gefordert und gefördert. Anderen Intelligenzen wie Sehen & Raumdenken und Kinästhetisch sowie der Musikalischen, Naturalistischen, Intrapersonalen (Wissen um sich selbst) und der Sozialen Intelligenz werden weniger Raum eingeräumt.

Was bedeutet das für den Einzelnen?

Jede dieser acht Intelligenzen hat Einfluss darauf, wie wir arbeiten und agieren. Es sind unsere Antennen mit denen wir Probleme lösen und uns weiterentwickeln. Sie werden zu unseren Stärken von denen aus wir arbeiten und agieren. „Ich verstehe mich jetzt besser und das nimmt mir viel Druck, meinte eine Seminarteilnehmerin „ich bin einfach nicht sportlich (Kinästhetisch). Es war gut für mich das einmal wahrzunehmen. Meine Stärken liegen im Umgang mit Menschen (soziale Intelligenz) und dieses empathische Verständnis für andere, versuche ich jetzt mehr zu nutzen.“

Mehr Zufriedenheit

Seine eigenen Intelligenzen zu nutzen, führt zu mehr Zufriedenheit in unserem Leben. In der Arbeit setzen wird unsere Intelligenzen z.B. bei der Lösung von Aufgaben bzw. Problemen ein. Je nach unseren Stärken gehen wir das anders an: Der eine entwickelt einen Plan (logisch-mathematisch), der anderen zeichnet ein Mind-Map (visuell), der nächste geht in die Natur und bewegt sich, um gedanklich klarer zu werden (Kinästhetisch bzw. Naturalistisch).
Ebenso nutzen wir unsere Intelligenzen beim Lernen. Der eine lernt besser im Team (sozial), der anderen braucht seine Ruhe (intrapersonal). Der eine braucht alles schriftlich und dem anderen hilft eine Skizze oder Bild am besten beim Verstehen.
Im beruflichen Kontext kann man darauf hinarbeiten, jene Tätigkeiten zu übernehmen, bei denen man seine eigenen Stärken nutzen kann und andere zu delegieren. Wer ständig nur Aufgaben erledigt, die einem selbst schwer fallen, arbeitet wahrscheinlich mit seinen schwächeren Intelligenzen. Das ist möglich, denn man kann alle Intelligenzen entwickeln, es fordert aber mehr Aufwand und Kraft.

Eine Intelligenz  –  mehrere Fähigkeiten

Jede Intelligenz umfasst mehrere Fähigkeiten. So kann sich Kinästhetisch eher auf körperliche Fitness beziehen, wo man den Drang hat sich regelmäßig zu bewegen, aber auch Menschen, die mit ihren Händen Lösungen gestalten, wie z.B. Handwerker haben starke kinästhetische Anlagen. Sie können Teilstärken haben oder in der gesamten Intelligenz punkten. So entsteht auch dieses einzigartige Profil jedes Einzelnen.
Wer Naturalistisch ist, der kann gut beobachten, Dinge bzw. Probleme unterscheiden und braucht immer wieder die Natur für das persönliche Wohlbefinden. Wer sich Dinge gut im Kopf vorstellen kann und diese dann erklären oder zur Papier bringen kann, der hat seinen Intelligenz beim Sehen und Raumdenken. Auch die Fähigkeit sich mit einem Plan in einer Stadt zu orientieren gehört dazu. Zur logisch-mathematischen Intelligenz gehören u.a. die Fähigkeit Probleme logisch zu analysieren, Pläne zu erstellen und mathematische Aufgaben zu lösen.
Bei der sprachlichen Fähigkeit geht es ganz generell um die Fähigkeit mit Worten umzugehen – das kann schriftlich oder mündlich sein im Gespräch mit Einzelnen oder als Vortragender. Die Musikalischen Intelligenz umfasst singen, Rhythmus und auch die Fähigkeit Geräusche wahrzunehmen und zu unterscheiden. Mit einer hohen intrapersonellen Intelligenz erkennen Sie die eigenen Gefühle, Stimmungen und Motive und können auch mit Ihnen umgehen.
Woran Sie die Intelligenzen in anderen Menschen erkennen, lesen Sie in Teil 2.

Die Ergebnisse aus dieser Artikelserie stammen aus dem EU-Project „MILD Multiple Intelligenzen in Leadership Development“. Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

Author: Irene Rojnik

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1 Kommentar

  1. Angenhem kurz umrissen; aber : was nützt mir das Wissen um meine Intelligenz, kann es wirklich sein, dass ich sie nicht kenn?
    macht neugierig auf Teil 2

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