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Thomas Nasswetter

Thomas Nasswetter ist ein Unternehmer im eigentlichen Sinne des Wortes. Er hat bisher vier Unternehmen gegründet bzw. mitgegründet. Er wollte schon als Kind vieles unternehmen – dabei ist es bis heute geblieben. Er ist Gründer, Kreativer Kopf und Stratege von Corporate Interaction, einem Unternehmen, dass sich der erfolgreicher Interaktion von Unternehmen verschrieben hat. Spezialist für Online Kommunikation mit den Schwerpunkten Content Marketing, Brand Community Building und Creating New Mass Media. Thomas Nasswetter, Jahrgang 1965, stammt aus Lustenau in Vorarlberg, lebt und arbeitet in Wien.

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4 Comments

  1. 1

    Peter Lercher

    Und wie schon unternehmerisch gescheitert oder wieder nur Theorie, Theorie, Theorie….

    Mit besten Grüßen
    Peter Lercher

    Antwort
    1. 1.1

      Thomas Nasswetter

      Hallo Herr Lercher!

      „Grau meine Freund ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum“, so hat das Goethe (Faust 1, Studierzimmer;) einmal formuliert. Eigentlich wollte ich das berühmte Beispiel vom Hinfallen und wieder Aufstehen vermeiden aber es beschreibt das Scheitern in gelungener Weise.

      Falls Sie eine allgemein gültige Anleitung zum Wiederaufstehen erwartet haben, das ist leider in der heute gewohnten Form nicht machbar. Auch oder gerade weil wir täglich aus den Medien den unendlichen Machbarkeitswahn in Form um 3, 5, 7 oder 20 Tipps für mehr Erfolg, ein besseres Leben erfahren, für die Überwindung der Krise, usw. erfahren.

      Scheitern bedeutet eben die Erfahrung der eigenen Grenzen machen, aber auch die Erfahrung „erleiden“, dass Leben von vielen nicht bestimmbaren und planbaren Faktoren bestimmt wird. Damit im nachhinein umzugehen, das ist eben die Chance aus dem Scheitern einen Erfolg zu machen.

      Aber um bei der Theorie zu bleiben und doch ein praktische Anleitung zu geben: Falls Sie gescheitert sind, thematisieren sie das Scheitern, diskutieren Sie es mit Freunden, Kollegen, mit der Familie und vielen anderen. Und hören Sie dabei ganz genau zu, schreiben Sie die Argumente der anderen auf und setzen Sie diese zu Ihren in Beziehung. Der Erfolg beim nächsten Mal wird dieser Methode Recht geben. 😉

      Antwort
  2. 2

    Gabriel Kerber

    Sehr geehrter Herr Nasswetter,

    ein kleiner Lesetipp zum Thema: „Meine besten Fehler: #startupagain“ von Damian Izdebski.

    Seine „besten“ Fehler, die er (inzwischen hat er ja wieder gegründet) nie wieder machen möchte, sind:

    1.) Der Stigmatisierungsfehler – man darf sich als gescheiterter Unternehmer nicht stigmatisieren lassen, auch wenn man innerhalb von einer Woche von allen Einladungslisten verschwindet …
    2.) Der Wachstumsfehler – Wachstum muss finanziell nachhaltig abgesichert werden
    3.) Der Motivationsfehler – der Unternehmer muss die Leidenschaft, die er in sich trägt, über geeignete (!!!) Multiplikatoren allen Mitarbeitern vermitteln
    4.) Der Perfektionismusfehler – Perfektionismus ist wichtig, das Ergebnis steht aber oft nicht in Relation zu den hohen Kosten
    5.) Der Tunnelblickfehler – die Welt rundherum dreht sich weiter, die entscheidende Aufgabe liegt darin, mit strategischem Weitblick und mit Rücksicht auf alle Stakeholder in die Zukunft zu schauen
    6.) Der Loyalitätsfehler – höchste Vorsicht bei der Auswahl von Führungskräften, weder Spezialisten aus den eigenen Reihen noch Manager-Darsteller von draußen gewährleisten gute Führung – die professionelle Auswahl von Führungskräften ist immer eine lohnenswerte Investition
    7.) Der Festhaltefehler – das Festhalten am Wachstumskurs fördert das Übersehen von Alarmzeichen, die eigentlich rechtzeitig den Absturz hätten signalisieren könnten

    Interessant sein Ausflug in die USA nach der Insolvenz, beklemmend seine Schilderungen zu Österreich, bemerkenswert seine Nachsicht gegenüber Versicherungen und Banken. Sehr mutig, auch offen über seine Personalfehlentscheidungen zu sprechen.

    Daraus kann man was lernen …

    Mit besten Grüße, Gabriel Kerber.

    Antwort
    1. 2.1

      Thomas Nasswetter

      Sehr geehrte Frau Kerber!

      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Buch habe ich nicht gelesen, ihre Zusammenfassung klingt sehr plausibel und stellt sicherlich einen Kern für eine passende Selbstreflektion dar.

      Wir sollten uns aber beim Unternehmenserfolg nicht zu sehr dem Machbarkeitswahn unterordnen. Viele Dinge gehen auch deshalb schief, weil wir die Komplexität des Systems nicht beherrschen können. Es geht doch im Unternehmensalltag nicht nur um den Erfolg sondern vielmehr darum, wie wir lernen den unvermeidlichen Prozess des Scheiterns als inspirative Quelle zu nutzen.

      Eine Gesellschaft, die Scheitern stigmatisiert, ist wahrscheinlich selbst zum Scheitern verurteil. Denn aus der Stigmatisierung heraus kann keine positive Interaktion zwischen dem der Scheitert und seinem Umfeld zustande kommen. Es bleibt bei Schuldzuweisungen und nicht bei einer positiven Aufarbeitung.

      Man sieht das auch deutlich bei den Kommentaren zur Neugründung von Herrn Izdebski. Auch wenn er offen damit umgeht und offenbar wieder auf erfolgreich ist, tut sich ein Teil der Gesellschaft sehr schwer damit.

      Antwort

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