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Familienunternehmen – 6 Tipps zur Nachfolge – damit das Gute weitergeht

© 3D-Rendering: www.corporate-interaction.com

Familienbetriebe sind nicht nur ein wesentlicher Pfeiler des Wirtschaftsstandortes Österreich, sondern sie tragen sowohl gesellschaftlich als auch kulturell wesentlich zu prosperierenden Regionen bei. Unter anderem zeigt sich das daran, dass der Kunde immer „König“ ist. Es ist wichtig, zu diesem ein gutes Verhältnis aufzubauen, egal wie lange dieses währt.

Fundament für zukünftige Wirtschaftsleistung

Familienunternehmen meistern dadurch schwierige Zeiten, indem sie versuchen ihre Mitarbeiter zu halten und so von deren Erfahrung und Einsatz für das Unternehmen möglichst lange profitieren zu können. Das zeigt sich meist daran, dass es wenig Fluktuation in Familienunternehmen gibt. Es wird großen Wert darauf gelegt, gute Lieferantenbeziehungen zu haben. Es ist oft das Persönliche im täglichen Geschäft, dass neben der Leistung und der Qualität, als wesentlicher Faktor zum Erfolg beiträgt.

Gearbeitet wird im Familienunternehmen nach dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark“.

Daher sollte bei der Übergabe des Familienunternehmens an nahe Verwandte im Besonderen darauf geachtet werden. Damit die Nachfolge glückt, braucht es eine wirklich gute Vorbereitung. Man sollte diesen anstehenden Prozess möglichst von vielen Seiten betrachten, drehen und wenden, um ihn wirklich zu begreifen und danach handeln zu können.

6 Tipps zur geglückten Betriebsübergabe.

Nehmen wir an, der Sohn soll den Betrieb vom Vater übernehmen. Da wäre es klug, vorab folgende Überlegungen anzustellen.

Tipp 1 – Wie attraktiv ist das Familienunternehmen eigentlich?

Als Übergeber sollte man sich ehrlich die Frage stellen: Wie attraktiv ist mein Unternehmen für meinen Nachfolger? Ist es noch immer „das Unternehmen“ im Ort, in der Stadt, im Land für die bestehenden Kunden und für potentielle Neukunden? Nach eingehender Beantwortung könnte dies auch bedeuten, zusätzliche neue Investitionen zu tätigen, um dass Unternehmen übergabereif machen zu können.

Tipp 2 – In anderen Unternehmen schnuppern

Der Sohn könnte ein paar Tage in einem oder mehreren Unternehmen schnuppern, um das Gewohnte mal zu verlassen und eine andere Perspektive einnehmen. Ist das geschehen, lässt es sich mitunter gut darüber reden, welche Erfahrungen dabei gemacht wurden und ob man das eine oder andere für den Übernahmeprozess verwenden könnte.

Tipp 3 – Wie groß ist der Wunsch, das Familienunternehmen wirklich zu übernehmen?

Da sollten klare Fragen an den Sohn, der den Betrieb übernehmen soll, gestellt werden. Eine mögliche Frage dazu wäre: „Würdest Du diese Rolle, diese Funktion auch übernehmen, wenn Du nicht ins Familienunternehmen geboren worden wärst?“. Da bedarf es ein wenig Mut und Ehrlichkeit, aber diese währt bekanntlich am Längsten.
Als Vater, der den Betrieb übergibt, sollte man seinem Nachfolger die nötige Zeit geben, diese Frage zu beantworten.

Tipp 4 – Rechtzeitig den Nachfolger ins Unternehmen einbinden und ihm Verantwortung übergeben.

Damit schlägt man gleich drei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen steigert es das Selbstwertgefühl des Übernehmers, wenn er bereits vor Übernahme im Betrieb reüssieren kann. Dann hilft es dem Eigentümer, sich langsam aus dem Unternehmen herauszuziehen und nach und nach loszulassen. Das ist ein wichtiger und natürlicher Prozess, dem man ruhig die nötige Zeit einräumen darf. Und zu guter Letzt schafft es Vertrauen unter den Mitarbeitern, die sich erst an den neuen Eigentümer gewöhnen müssen.

Tipp 5 – Bei interner Übergabe muss klar der Unternehmer, nicht der Sohn im Vordergrund stehen.

Wichtig bei der internen Übergabe ist es, den Betrieb nach außen hin als Unternehmer und nicht als Familienmitglied zu präsentieren. Hat man für gewisse Bereiche die Verantwortung und geht damit nach draußen, ist man für den Kunden oder Lieferanten der Unternehmer, nicht der Sohn des Unternehmers.

Tipp 6 – Was folgt nach der Übergabe?

Das ist eine wichtige Frage, die sich der Vater auf jeden Fall rechtzeitig stellen sollte. Wirklich gezielt danach fragen und sich einen klaren Zeitpunkt überlegen, wann das beantwortet werden soll. Nicht aufschieben und sagen, das kommt schon noch.

Im nächsten Artikel wird es um die vollzogene Übergabe geben und Tipps dazu, wie die ersten Schritte dabei möglichst gut erfolgen können.

Author: Betina Lasinger

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