1001 Unternehmensdächer gesucht – Eine einzigartige Geschichte aus der Photovoltaik

© Visual: www-corporarte-interaction.com

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Cornelia Daniel-Gruber ist nicht nur die bekannteste Energiebloggerin im deutschsprachigen Raum sondern auch eine unermüdliche Kämpferin für die Verbreitung der erneuerbaren Energien. Deshalb hat sie mit ihrem Unternehmen Dachgold und dem Anlagenbauer 10hoch4 ein Joint Venture ins Leben gerufen das sehr ambitionierte Ziele verfolgt: tausendundeindach.at

Erstens sollen 1001 Unternehmensdächern PV-Anlagen für den Eigenverbrauch dieser Unternehmen gebaut werden und zweitens werden sich die Anlagen unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Förderung  rechnen.

Viva la Revolutión: Solarstrom rechnet sich ohne Förderung!

Die Idee, dass sich die Solarstromerzeugung ohne Förderung rechnet, ist geradezu eine Revolution in einem Markt, der bisher nur von Förderungen lebte.  In von Budgetknappheit und Klientelpolitik geprägten Zeiten werden diese Förderungen sowieso immer weniger und waren gerade im PV-Bereich in Österreich höchst selten zu erhalten.

Die Preise für die Solarmodule sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken, gleichzeitig stiegen die Möglichkeiten und Erfahrungen der Projektumsetzer.
Der Preisverfall bei den Modulen und der Erfahrungsaufbau bei der Projektierung sind zum großen Teilen der Energiewende in Deutschland geschuldet. Deutschland ist mit einer Leistung von mehr als 35 GW Peak der mit Abstand größte Solarstromerzeuger weltweit. Zum Vergleich: In Österreich sind bis jetzt 0,6 GW Peak installiert.

Gemeinsam: Dachgold und 10hoch4

Dachgold hat sich auf die Beratung von Unternehmen in Sachen Solarstrom und Solarthermie spezialisiert und deshalb wurde 10hoch4, ein hoch erfahrener und äußerst kompetenter Projektpartner mit ins Boot geholt, der für die Projektierung und Installation zuständig ist. 10hoch4 ist zeichnet sich nicht nur durch sein spezielles KnowHow und seine reiche Erfahrung, sondern auch durch seinen ausgezeichneten Umgang mit den Mitarbeitern und Kunden aus. So ist die Firma Kategoriesieger für kleine Unternehmen beim Staatspreis 2014 für Unternehmensqualität.

Das sind die Rahmenbedingungen

Damit sich eine PV-Anlage zur Stromerzeugung für ein Unternehmen rechnet müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Das Unternehmen muss einen Jahresverbrauch von mindestens 50.000 kWh haben.
  • Der derzeitige Strompreis muss bei mindestens 12ct/kWh netto oder höher liegen
  • Die Dachfläche sollte mindestens 500m2 betragen.

Sind diese Rahmenbedingungen erfüllt, so lässt sich mit großer Wahrscheinlich ein Strompreis von 10ct/kWh oder manchmal sogar darunter erzielen.

Das hochgesteckte Ziel

Erklärtes Ziel ist es, möglichst viele Unternehmen zu finden die sich für die Produktion von Strom für den Eigenverbrauch durch Photovoltaikanlage interessieren. Dachgold und 10hoch4 übernehmen für diese Unternehmen die Berechnung, Planung und Installation. Damit reduziert  das Unternehmen die Planungsphase um etwa ein ganzes Jahr. Zum Vergleich: Die reine Bauzeit  beträgt für gewerbliche Solaranlagen im Durchschnitt 2-3 Tage.

Wie auch Sie davon profitieren!

Die interessierten Unternehmen schließen sich in der 1001 Dach Initiative zu einer virtuellen Einkaufgemeinschaft in ihrer Region zusammen. Im Idealfall sind das 10-20 Unternehmen pro Bezirk. Ist ein Installationsvolumen von jeweils einem Megawatt Peak, das entspricht einer Fläche von rund  15.000 m2 Modulfläche, erreicht, werden die Komponenten direkt beim Hersteller in großer Absatzmenge gekauft und die Anlagen installiert. Diese Vorgangsweise erzielt den besten Preis für alle beteiligten Unternehmen. Im Projekt spielt die Qualität eine sehr wichtige Rolle. Es ist nicht das Ziel, die billigste Anlage, sondern die mit dem besten Preis- Leistungsverhältnis zu bauen. „Durch die jahrelange Erfahrung wissen wir einfach worauf es ankommt, damit eine Anlage mindestens 25 Jahre durchhält. Erfahrungsgemäß verursachen mühsame Ausschreibungsverfahren  hohe Kosten und dies führt nicht unbedingt zur besten Anlage. „ meint Cornelia Daniel-Gruber.

Machen Sie den Quickcheck

Ein auf viele Jahre garantierter Strompreis von 10 ct/kWh ist ein gutes Argument für jedes Unternehmen, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Und damit es einfach bleibt und eine schnelle Aussage über den tatsächlich erzielbaren Strompreis getroffen werden kann, gibt es den Quickcheck auf der Website von tausendundeindach.at.

Links:

Unternehmerinnen Portrait Cornelia Daniel

tausendundeindach.at

Dachgold.eu

10hoch4

Author: Thomas Nasswetter

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4 Kommentare

  1. Ich verstehe die Berechnungsgrundlage nicht- eine Anlage rentiert sich wenn man € 0,12 Cent
    bezahlt pro KW Std. Es gibt in Österreich keine so hohen Sätze …..
    Ich zahle derzeit für eine Firma einen Energiepreis von 5,80 Cent pro KWstd
    rentiert sich dann für mich eine PV – Anlage ? Bedarf ca 40-50 000 kw Std.pro Monat

    Danke für eine Antwort

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    • Sehr geehrte Frau Kamper!

      Ich gehe davon aus, dass mit den von Ihnen genannten 5,80 Cent/kWh nur der Nettopreis gemeint ist. Dazu kommen nun aber noch Netzgebühren in gar nicht unbeträchtlicher Höhe. 12 Cent beziehen sich meines Wissens auf den Gesamtpreis. Für Details dazu möchte ich Sie an die Website http://www.tausendundeindach.at bzw. direkt an Frau Daniel-Gruber verweisen.

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  2. Ja genau, letztendlich geht es ja darum welche Kosten die PV-Anlage ersetzt und diese sind mehr als der Energiepreis selbst. Die relevanten Kosten sind die Energiekosten ohne Mehrwertsteuer. Bei Betrieben um die 50.000 kWh liegt der Strompreis meist zwischen 12 und 15 ct/kWh. Wir schauen uns bei den Projekten immer zuerst die Stromrechnung an. Diese entscheidet darüber ob die Anlage Sinne macht oder nicht. Für den Quick-Check kann man sich ganz einfach auf der Seite anmelden. http://www.tausenundeindach.at

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  3. Ach ja, ein Stromverbrauch von 50.000 kWh/Monat ist schon recht hoch. Die oben erwähnten kWh sind aufs Jahr gerechnet. Sie sind also auf jeden Fall schon Großabnehmer und haben vermutlich einen entsprechend niedrigen Strompreis. Den Quick-Check sollte aber jeder Unternehmer und jede Unternehmerin einmal machen, damit man zumindest mal weiß wo man derzeit steht. Ich würde mir wünschen, dass nach Abschluss der Aktion zumindest jeder Eigentümer in Österreich weiß, wie hoch sein Nettoenergiepreis eigentlich ist. Das wissen derzeit nur sehr, sehr wenige. Ich tippe auf 1%. Bei den Events, die wir jetzt starten möchten, wird übrigens die Stromrechnung die Eintrittskarte sein ;-). Regionalbanken sind herzlich eingeladen sich zu melden für ein Solarevent in ihrer Stadt.

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