Ich habe mich von meinem letztem Arbeitgeber getrennt und bei der Jobsuche wollten mich die Verlage und Agenturen nicht anstellen aber Aufträge auf Honorarbasis sehr wohl geben. Und so ergab es sich von selbst freiberuflich zu arbeiten. Ich bekam dabei Flügel, bin gewachsen und habe Kontakte, die ich damals schon hatte aufgebaut. Wenn Du angestellt bist, kannst Dich nicht rühren, da bist du in einem goldenen Käfig. Wenn man selbständig ist, ist man SELBST STÄNDIG für einen selber verantwortlich und dann kann man was tun. Da hatte ich dann 15 tolle Jahre. Eine geschützte Werkstätte brauche ich nicht mehr. Das geschützt sein ist ja nicht nur positiv sondern auch negativ; man wird zurückgehalten. Man muss dasein, weil Freitag ist, weil eine Sitzung ist. Jetzt fahre ich wenn schönes Wetter raus und mache Fotos. Man ist sein eigener Chef. Ich bin nicht fremdentschieden und das ist ganz was Wichtiges. Ich habe mich als Angestellter wirklich eingesperrt gefühlt. Nach dem Urlaub fiel es mir immer besonders schwer wieder in die vier Wände meines Büros zurückzukehren.
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