Online bedeutet jetzt Mobile – Vorteile für KMU am Beispiel Mobile-Banking

© 3D Rendering: www.corporate-interaction.com

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Im 20. Jahrhundert ist der Mensch mobil geworden, im 21. Jahrhundert auch in seiner Art elektronisch zu kommunizieren. Das ortsfeste Festnetztelefon ist einfach nur mehr Old-School und die persönliche Anreise zum Geschäftspartner wird immer mehr von der Videokonferenz mittels Skype, Hangout, Facetime oder dem firmeneigenen System verdrängt. Dabei muss man bedenken: Gerade einmal acht Jahre ist es her, seit Apple das iPhone vorgestellt hat.

Derzeit verändert sich der Umgang mit Bankgeschäften durch eine „Mobilitätswelle“ bei den Kundensystemen sehr stark. Banking ist und bleibt dabei ein  Bereich des UnternehmerInnen Daseins, der ganz oben auf der „Wichtigkeitsskala“ steht. Ohne Zahlungsverkehr, Finanzierung und Clearing wäre Wirtschaft, wie wir sie kennen, undenkbar.

Mobile-Banking schafft Convenience und echte Vorteile

Annehmlichkeit und Komfort – das verbirgt sich hinter dem Begriff Convenience. Die Convenience war seit Beginn des Internets ein wichtiger Treiber für die Weiterentwicklung der Systeme. Heute erwartet jeder Kunde seine maximale Convenience, nur mehr so lässt er sich auf seinen Anbieter ein. Umgekehrt erwarten wir uns als UnternehmerInnen dasselbe von unseren Lieferanten und Partnern.

Die App fürs Mobile-Banking ist zum Standard geworden?

So könnte man zumindest glauben. Eine Untersuchung zeigt jedoch das Gegenteil. Während in Spanien oder den Niederlanden mehr als 60% der Bevölkerung Mobile-Banking nutzt, liegt der Anteil in Österreich noch unter 50%. Die Verweigerer führen vor allem Sicherheitsargumente und den nicht erkennbaren Mehrwert gegenüber dem klassischen Online System an.

Einige Banken reagieren nun auf die Userwünsche und haben ihre Systeme deutlich erweitert. Ein guter Anbieter ist dabei auf allen Plattformen (iPhone, Android, Windows und BlackBerry) mit seiner App präsent und bietet auch für den Mobilen Browser eine eigene Website Version. Wie das Angebot derzeit genau aussieht ist leider schwer abzuschätzen, da die letzten Tests der verschiedenen Online-Banking-Systeme schon mehr als 3 Jahre zurückliegen. Auf diese Tests sollte man sich also nicht mehr verlassen.

IBAN ­– scannen statt tippen

Der Trend zur Convenience lässt sich übrigens an einem interessanten Detail festmachen.  Einige Banken haben erkannt, das der IBAN zwar das Leben der Banken vereinfacht hat, aber die Zahlenwurst nicht unbedingt das Leben des Users. Nun bieten manche Apps die Möglichkeit, die Zahlungsdaten wie IBAN und Verwendungszweck mittels QR-Code und Kamera zu scannen. Damit ist die Gefahr des Vertippens und umständlichen Hantierens gebannt.

Mobile Beratung als wichtiges Add-On

Der persönliche Kontakt zur Bank kann bei einigen wenigen Banken dank Mobile-Banking mittels leistungsfähiger App wieder intensiviert werden. Ein entscheidender Faktor, da die persönliche Beziehung zur Bank für UnternehmerInnen sehr wichtig ist. Nur so kann das Vertrauen wachsen, dass für eine stabile und langfristige Partnerschaft nötig ist.

Userumfrage: Beim Sicherheitsthema drückt der Schuh

59% der UserInnen geben in einer Umfrage an, ein mangelndes Vertrauen in die Handy-App zu haben. Dabei betreiben gute Anbieter hier durchaus einen erheblichen Aufwand z.B. mit der aktiven Prüfung von Sicherheitszertifikaten der Online-Verbindung. Auch können die Nutzer bestimmen, welche Geräte sie für die Nutzung mittels App freigeben oder wer auf welche Unternehmensdaten Zugriff hat.

Es tut sich also einiges in Bezug auf das Mobile-Banking in Österreich. Gilt es doch einige wichtige  Bedenken bei den Österreicherinnen und Österreichern auszuschalten.

Abschließend noch ein paar Tipps zum Umgang mit Mobile-Banking Apps:

  • regelmäßige Aktualisierung der Handysoftware und der Mobile-Banking Apps
  • Ausschließliches Herunterladen und Verwenden von offizielle Bank-Apps; Vorsicht bei Gewinnspiel-Apps, dahinter verbergen sich manchmal Trojaner.
  • Deaktivierung der Tastensperre nur durch Passworteingabe, um im Falle eines Verlusts oder Diebstahls in gewissem Rahmen geschützt zu sein.
  • Unbedingt sichere Passwörter benutzen

 

Quellen:

http://www.marktmeinungmensch.at/news/oesterreich-bewegt-sich-mit-48-an-mobile-banking-n/

http://www.bankaustria.at/mediathek-apps-und-mobile-services-mobilebanking-app.jsp

https://www.watchlist-internet.at/phishing/risiken-beim-mobile-banking/

 

Author: Thomas Nasswetter

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