Thomas Anderl, Biovermarkter: Der Betrieb hat sich immer nur im Tempo der eigenen Erträge entwickelt.

Bild: © Maria Nasswetter

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Thomas Anderl
Arge Rosenauerwald
Matznergasse 8/28
Tel.: 0699 81 25 15 63
E-Mail: thomas.anderl@live.at
Internet: www.arge.rosenauerwald.at

 

 

 

 

Warum wurden Sie Unternehmer?

Ich habe die Marktstände unserer Gruppe in Wien übernommen. Meine Intension Unternehmer zu werden war nicht die Vorgaben der Wirtschaftskammer und der gängigen Wachstumsideologie nachzuäffen, sondern einen nachhaltigen wirtschaftenden und stabilen Kleinbetrieb zu kreieren – small ist beautiful.

Beschreiben Sie bitte das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens?

Dienstleister für kleine Biobauern, die ihre Rohprodukte selbst veredeln und in Wien vermarkten wollen. Struktur: 5 Marktstände über die vermarktet wird. Bio aus dem Kleinbetrieb (im Gegensatz zum Großbetrieb) Unsere GeschäftspartnerInnen sind zu 90% zertifizierte kleine Biobauern. Ziel ist, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt und direkt zu den ProduzentInnen zurückfließt. Wir waren uns unserer Zeitsouveränität immer bewusst – Arbeitszeit ist Donnerstag bis Samstag. Korreliert perfekt mit den Produktionsbedingungen der Bauern.

Beschreiben Sie bitte die Eckdaten Ihres Unternehmens? (Anzahl MitarbeiterInnen, Standorte, Jahresumsatz, Jahr der Unternehmensgründung, Rechtsform etc).

5 Angestellte und Aushilfen. 5 Standorte am Yppenmarkt, Ober St. Veit, Sargfabrik, Wohnpark Alt Erlaa, Karmelitermarkt. Das Unternehmen besteht seit 1985 und ist ein Einzelunternehmen. Ziel ist es das Unternehmen an ein funktionierendes Kollektiv weiterzugeben.

Wer sind Ihre MitbewerberInnen? Was machen Sie anders als Ihre MitbewerberInnen?

Direkte MitbewerberInnen sind selbstvermarktende Bauern und kleine Bioläden. Wir haben ein gewisses Image in Wien. Hoher Stammkundenanteil; vorwiegend freundschaftliche Verhältnisse zu unseren KundInnen.

Wie schätzen Sie allgemeine Lage Ihrer Branche ein?

Bio aus großen Produktionszusammenhängen und Wirtschaftsinteressen ähnelt immer mehr der konventionellen Produktion. Die Wertschöpfung fließt in Richtung internationales Kapital. Unsere Lebensmittel schmecken und sind preislich nicht mehr wesentlich teurer als herkömmliche Produkte. Unser Wachstum kommt aus dem Umdenken der KonsumentInnen.

Betreiben Sie noch andere Unternehmen?

Nein

Würden Sie (nochmals) gründen was würden Sie anders machen?

Nichts würde ich anders tun.

Nutzen Sie die neuen Medien (Facebook, Twitter, Xing, Instagram, etc.) Wenn ja, wie genau?

youtube als Tagebuch unserer Unternehmenskultur

Gibt es noch etwas dass Sie über sich und Ihre Unternehmen berichten möchten?

Der Betrieb hat sich immer nur im Tempo der eigenen Erträge entwickelt. Es wurden keine Kredite für Wachstumsideen eingesetzt.

Welches Mobiliätskonzept haben Sie und Ihre MitarbeiterInnen?

Wir sind Fahrradfreaks; transportieren mit Heavy Pedals http://heavypedals.at weiters verfügen wir über einen 30 Jahre alten Wiener Liniencitybus, der als Biobus die Standorte Sargfabrik und Wohnpark Alt Erlaa betreut (seit 20 Jahren) Und über einen Kombi. Die Jahreskilometerleistung beider Fahrzeuge wurde auf die betrieblich notwendigen 5000 Jahreskilometer reduziert.

Beschreiben Sie sich als Person bitte mit sieben Eigenschaftswörtern?

am Boden stehend
freiheitsliebend
naturliebend
fröhlich
kreativ
ausgeglichen

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Author: Maria Nasswetter

Maria Nasswetter ist Soziologin und auf soziale Interaktion, Communities, Bildkommunikation und -strategien spezialisiert. Communities und soziale Interaktion sind Schwerpunktthemen, mit denen sie sich theoretisch und praktisch beschäftigt. Daher ist auch das Unternehmerweb, verstanden als Synergie zwischen On- und Offlineaktivität, ein Ort an dem sie ihre Expertisen einbringt. www.corporate-interaction.com

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