Soziale Netzwerke! Was tun als KMU?

Serie – Social Media für KMU: Teil 1

Ist es für ein KMU oder ein EPU ein Vorteil in Sozialen Netzwerken präsent zu sein? Handelt es sich bei Facebook, Twitter, Google+, Xing usw. um eine Modeerscheinung oder aber um einen Umsatzbringer? Was muss ich als kleines und mittleres Unternehmen beachten und wie sehen gute Beispiel aus meiner unternehmerischen „Nachbarschaft“ aus? 
Die Serie „Social Media für KMU soll dazu Anregungen und Antworten liefern und im besten Fall auch Diskussionen und Ideen fördern.

Die größten Plattformen des Internets

© Visual: www.corporate-interaction.com

© Visual: www.corporate-interaction.com

Soziale Netzwerke sind heute unbestritten die größten Plattformen in Internet, abgesehen von den nichtöffentlichen Systemen der Geheimdienste. Dieses Feld ist heiß umkämpft und niemand weiß wirklich in welche Richtung die Entwicklung geht. Immer wieder gibt es neue Anbieter, die Furore machen. Facebook als Platzhirsch ist gerade einmal 10 Jahre alt. Die Herausforderung besteht darin 1,3 Milliarden User bei der Stange zu halten. Warum gibt Herr Zuckerberg 10 Milliarden Dollar für WhatsApp aus – sicherlich nicht für die Software, sondern für die Userdaten? Die sind übrigens bei Facebook 125$ pro User wert, hat die FAZ herausgefunden.

Nüchtern betrachtet dienen Soziale Netzwerke dem Zweck online Verbindung zu seinen Bekannten, Freunden und Geschäftspartnern zu halten. Der unbestrittene Vorteil der Online Netzwerke liegt dabei in der Möglichkeit viele Kontakte gleichzeitig in seine Kommunikation einzubeziehen. Das hat es bisher in der Form nicht gegeben.

Eines sollte man dabei aber nicht außer Acht lassen. Auch Facebook, Tumblr, Titter und Konsorten sind nur Werkzeuge und die Regeln der Kommunikation sind nicht grundlegend andere als im „wirklichen“ Leben. Somit kann man sich, beim Benützen Sozialer Netzwerke an die gelernten Spielregeln des „richtigen“ Lebens halten.

Kommunikationsinstrument Social Media

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe  sehr erfolgreicher UnternehmerInnen, die Soziale Netzwerke als Grundlage für Ihre Kommunikation nützen. Unternehmerweb.at wird im Rahmen dieser Artikelserie einige EPU und KMU präsentieren, die mit einer guten Idee und der dazugehörigen Kommunikation in Sozialen Netzwerken sehr erfolgreich sind.

Wie nutze ich das für mich als KMU? Wie neueste Studien aus Deutschland zeigen sind große Unternehmen mittlerweile auch in den Sozialen Netzwerken aktiv, KMU haben aber noch einen deutlichen Aufholbedarf. Und alle zusammen haben durchaus Potential in ihrer Präsenz.

Die Entwicklung erinnert stark an die Zeiten des Internets um die Jahrtausendwende. Viele KMU haben sich ganz lange gewehrt, aber irgendwann war es nahezu unumgänglich eine Unternehmenswebsite zu betreiben, weil die Kunden eine minimale Online Präsenz verlangten. Sonst galt man als „unsteht“ quasi obdachlos.

Ist nun der Druck derselbe bei Social Media? Sicherlich nicht, denn die Voraussetzungen sind ganz andere. Während sich das Internet als Technologie mittlerweile globale verbreitet hat und ein breites Angebot an Diensten zur Verfügung stellt sind im Gegensatz dazu Soziale Netzwerke sehr spezifische Plattformen. Sie sind untereinander oft wenig bis gar nicht kompatible. Somit ist es mit einer „einfachen“ Präsenz wie einer Website und einer E-Mailadresse nicht getan. Soziale Netzwerke leben von der „gelebten“ Kommunikation sind also nicht statisch wie viele Websites von kleinen Unternehmen.

Was ich zu sagen habe!

© Visual: www.corporate-interaction.com

© Visual: www.corporate-interaction.com

Das bedeutet: Nur wer wirklich was zu sagen hat, sollte seine Kommunikation über eine oder mehrere Soziale Netzwerke betreiben. Wobei es auch hier deutliche Unterschiede gibt. Xing oder Linkedin lassen sich gut als elektronische Adressbücher betreiben. Sie sind allein durch die Aktivität der Benutzer aktuell und Sie als Mitglied müssen zur Aktualität ihrer Daten beitragen. Daneben stellen die Plattformen aber auch Instrumente für den Aufbau von Gruppen zur Verfügung und können als Vernetzungsinstrumente genutzt werden. Das bedeutet aber auch aktiv zu sein.

Facebook Accounts leben vom (täglichen) Gebrauch. Dabei geht es nicht nur um das aktive Kommunizieren, sondern auch den „passiven“ Teil des „Like-en“ und des Kommentierens. Es genügt oft nur Präsenz zu zeigen und sein Netzwerk quasi zu bewerten. Soweit so gut. Bin ich aber nicht nur als private Person in Facebook präsent, sondern betreibe meine eigene Unternehmenssite, dann ist nicht mehr alles so einfach. In diesem Fall ist es ratsam eine den eigenen Zielsetzungen entsprechende Strategie zu entwickeln.

Ziel dieser unternehmerweb.at Serie ist es, verschiedenste Aspekte der Sozialen Netzwerke aufzuzeigen und den Nutzen, die Stoplersteine, Fallen und Chancen zu bewerten. Das kann natürlich nicht in allumfassender Weise durch die Redaktion geschehen. Deshalb laden wir Sie unsere Besucher ein, selbst zu kommentieren oder Beiträge zu verfassen. Denn letztendlich gelingt es nur dann eine gute Entscheidung pro oder contra Präsenz als Unternehmen in den Social Media zu fällen, wenn auch genügend Entscheidungsgrundlagen vorhanden sind.

 

Author: Thomas Nasswetter

Thomas Nasswetter ist ein Unternehmer im eigentlichen Sinne des Wortes. Er hat bisher vier Unternehmen gegründet bzw. mitgegründet. Er wollte schon als Kind vieles unternehmen – dabei ist es bis heute geblieben. Er ist Gründer, Kreativer Kopf und Stratege von Corporate Interaction, einem Unternehmen, dass sich der erfolgreichen Interaktion von Unternehmen verschrieben hat. Spezialist für Online Kommunikation mit den Schwerpunkten Content Marketing, Brand Community Building und Creating New Mass Media. Thomas Nasswetter, Jahrgang 1965, stammt aus Lustenau in Vorarlberg, lebt und arbeitet in Wien.

Share This Post On

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.