Soziale Medien – Folge 5: Xing

© Bild: corporate-interaction.com

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Wie bereits im ersten Teil der Serie: Soziale Medien angekündigt, wird auch die Plattform Xing behandelt. Warum Xing und nicht Linkedin? Diese Frage ist berechtigt, da Linkedin mit über 300 Millionen Mitgliedern in mehr als 200 Ländern das größte Online-Berufsnetzwerk der Welt ist. Xing hat nur knapp über 15 Millionen Mitglieder weltweit, davon über 8 Millionen im deutschsprachigen Raum (Stand: Dezember 2014). Xing ist hier noch Marktführer und wird deshalb betrachtet.

Xing für KMUs

Xing ist das Soziale Netzwerk für berufliche Kontakte und zählt zum Bereich Social Recruiting. Auf Xing vernetzen sich Berufstätige und Unternehmen. Jobs, MitarbeiterInnen, Aufträge, Kooperationspartner, fachlicher Rat oder Geschäftsideen werden gesucht und oft auch gefunden. Mitglieder tauschen sich online in rund 66.000 Fachgruppen aus und treffen sich persönlich auf Xing-Events. Insbesondere tragen regionale Events zur Vernetzung bei. Die Plattform ist bereits in der Standardeinstellung komplett SSL-verschlüsselt und somit das einzige verschlüsselte Soziale Netzwerk.

Xing-Unternehmensprofil anlegen

Viele Firmen haben Facebook längst für sich entdeckt, aber Xing nutzen bisher nur wenige als Unternehmensprofil. Dabei bietet sich gerade für neu gegründete Unternehmen und KMUs eine kostenlose Marketingmöglichkeit. Die Chancen einer Auftragsanbahnung über ein Business-Netzwerk dürften höher liegen als auf Facebook. Auf Xing eröffnet sich dem Interessenten der Dialog mit den Menschen im Unternehmen. Das ist für Kunden wie für BewerberInnen interessant.
Die kostenlose Variante des Unternehmensprofils umfasst Unternehmensdetails, Logo und darüber hinaus fünf Rubriken:

 

1. Über uns

Der Bereich für eine ausführliche Beschreibung Ihres Unternehmens. Strukturieren Sie die Firmeninformation, wählen Sie aussagekräftige Überschriften und verwenden Sie Absätze. Fügen Sie den einzelnen Themen Links, die dem Besucher zusätzliche Informationen bieten, hinzu und verlinken Sie Ihrer Webseite.

 

2. Neuigkeiten

In den Firmen-News können Sie kurze Mitteilungen (max. 1.200 Zeichen) zu Themen schreiben. Wählen Sie Themen, die Ihre potenziellen Kunden oder BewerberInnen interessieren. Sie können neue Produkte oder Dienstleistungen bekannt machen, über personelle Veränderungen in Ihrem Unternehmen und über die Geschäftsentwicklung berichten, oder auf interessante Meldungen aus Ihrer Branche hinweisen. Auch die Ergebnisse von Umfragen und Studien können Sie hier präsentieren. Beschränken Sie sich auf das Wesentliche. Verwenden Sie Links für weiterführende Informationen. Wünschen Sie eine Interaktion, können Sie Lesern die Möglichkeit freischalten, Ihre Firmenneuigkeiten zu kommentieren. LeserInnen können interessante Neuigkeiten markieren oder weiterempfehlen. Auch hier gilt, bleiben Sie am Ball und versuchen Sie regelmäßig News zu schalten.

 

3. Bewertung

Auf Xing können MitarbeiterInnen Ihr Unternehmen als Arbeitgeber bewerten. Drei Kategorien sind vorgesehen: Mitarbeitervorteile, Arbeitgeberbewertung und Erfahrungsberichte.
 Zu den bewertbaren Vorteilen gehören: flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Kantine, Essenszulagen, Kinderbetreuung, Betr. Altersversorgung, Barrierefreiheit, Gesundheitsmaßnahmen, Betriebsarzt, Coaching, Parkplatz, günstige Anbindung, Mitarbeiterrabatte, Firmenwagen, Mitarbeiterhandy, Mitarbeiterbeteiligung, Mitarbeiter-Events, Internetnutzung und Hunde geduldet.
Arbeitgeberbewertung: Vorgesetztenverhalten, Kollegenzusammenhalt, interessante Aufgaben, Arbeitsatmosphäre und interne Kommunikation.
Unter Erfahrungsberichte können MitarbeiterInnen Kommentare abgeben. Oft findet man Pro und Contra Angaben. So haben interessierte BewerberInnen die Möglichkeit, sich einen ersten Eindruck über die Arbeitgeberattraktivität zu verschaffen. Interessierte BewerberInnen erhalten Informationen aus erster Hand. Sie als Unternehmer erfahren, wo sich noch Optimierungspotenzial verbirgt.

 

4. Mitarbeiter

Haben sich Ihre MitarbeiterInnen bei Xing registriert, werden Sie automatisch in Ihrem Unternehmensprofil angezeigt. Prüfen Sie regelmäßig nach und machen Sie Ihre Angestellten darauf aufmerksam, falls sie z.B. den Unternehmensnamen falsch geschrieben haben oder nicht mehr für Sie tätig sind.

 

5. Jobs

Hier haben Sie die Möglichkeit Stellenanzeigen bei Xing einzustellen. Dieses Feature ist kostenpflichtig. Jobangebote werden automatisch in Ihrem Unternehmensprofil angezeigt. Eine kostenlose Variante ist, ein Jobangebot anderswo zu posten, z.B. auf Ihrer Webseite und in den Neuigkeiten Ihres Xing-Unternehmensprofils darauf hinzuweisen. Dann wird das Angebot nur von Lesern Ihrer News gefunden.
In den Jobs kann der Bewerbungsprozess bewertet werden. Vorhandene Kategorien betreffen die Reaktion und Antwort auf die Bewerbung, das Bewerbungsgespräch und die Stelleninformation.

Nicht vergessen: Ebenso wie Ihre Webseite unterliegt das Xing-Unternehmensprofil der Impressumspflicht. Im nächsten Blog wird der Cloudspeicher Dropbox thematisiert.

 

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Quellen:


www.xing.com


https://www.linkedin.com/about-us?trk=hb_ft_about

http://karrierebibel.de/xing-unternehmensprofil-anlegen-praktische-tipps-fuer-die-arbeitgeberseite/

Author: Maria Prugger

Das Schreiben für unternehmerweb.at ist für mich aus mehreren Gründen perfekt. Ich habe die Möglichkeit neben dem Erstellen meiner Masterarbeit zu schreiben, es ermöglicht mir meine Flexibilität beizubehalten und mich mit immer neuen Themen auseinander zu setzen. Ich hoffe, dass ich meine Leidenschaft für Nachhaltigkeit und IKT an andere weitergeben kann.

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1 Kommentar

  1. Ich muss sagen, dass ich mich bei XING bisher am wohlsten fühle, was das Vernetzen mit Unternehmen und Businesspartnern betrifft. LinkedIn ist zwar bei den Mitgliederzahlen weit vorne, aber die Plattform ist mir zu unübersichtlich was den deutschsprachigen Bereich betrifft, obwohl sie beim Finden von internationalen Partnern sicherlich hilfreich sein kann. Auch die Gruppen bei XING bieten meiner Meinung nach einen idealen Mix aus beruflichen wie auch privaten Themen, ohne unprofessionell zu werden, wie man es teilweise von Facebookgruppen kennt.

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