So übersetzen Sie die Mode-Trends Frühling 2015 für das Business!

Die Tage werden länger, die Sonne lässt sich öfter blicken und die Schaufenster füllen sich mit den modischen Looks der Frühlingssaison 2015. Was für viele shoppingbegeisterte Frauen einen Zugewinn an Lust bedeutet, wird für jene, die ihr Auftreten und ihre Wirkung bewusst gestalten wollen, zur herausfordernden Aufgabe. Denn wieder stellt sich die Frage, wie die aktuellen Modetrends mit Stil und Qualität in einen hochwertigen Business-Look umgesetzt werden können.

Diese Ausgabe meiner Kolumne gibt Ihnen hoffentlich ein paar Antworten.

 

Welche Trends herrschen vor?

Business-Mode verändert sich immer behutsam und nur im Detail, nicht in der großen Linie. Dennoch haben sich über die letzten wenigen Saisonen zwei wesentliche Trends verstärkt:

  1. mehr Komfort in Verbindung mit mehr Androgynität
  2. mehr Mut zum Mix von Materialien und Mustern

Was bedeutet „mehr Komfort“ im Business-Kontext?

  1. Schuhe bleiben niedrig und die Auswahl steigt
    Höhe gewinnt frau vermehrt durch Plateausohlen an Sneakern, Ballerinas und maskulinen Oxfords.Erstere eignen sich nur zum augenzwinkernden Dressing-Down von sonst eher konservativ bis elegant klassischen Looks. Ansonsten bleiben sie für die Freizeit im Schrank und nur Ballerinas, die von eckig bis ganz spitz alle Formen tragen und die immer breitere Palette von maskulinen Schnürschuhen begleiten die Power-Frau zu ihrem Geschäftsauftritt.Eine große Versuchung, weil überall gegenwärtig, in jedem Fall aber eine heillose Übertreibung des Komforts, finden wir in Form der Sandalen, die selbst in hochwertigem Leder keinen hochwertigen Look erzeugen.
  2. Schnitte werden noch großzügiger
    Vorbei die Zeit der engen, kurzen Business-Kostüme. Nun dürfen Midi- und Maxi-Röcke getragen und Hosen aus fließenden Stoffen mit weitem Bein zum Blazer kombiniert werden. Ganz neu im Programm: Culottes. Die Hosenröcke kommen wieder – interessant nur für große und schlanke Frauen. Leichte Mäntel bieten sich als willkommene Alternative zu Blazern an.
  3. Strick bleibt, wird luxuriöser und vielfältiger
    Was mit Strickwesten vor einigen Saisonen begann, fand im vergangenen Herbst und Winter mit dem Poncho seine Fortsetzung und entwickelt sich auch für die aktuelle Saison weiter: Strick von hauchzart bis grobmaschig bringt den Kuschelfaktor mit zur Arbeit.Allerdings Achtung! Zu wichtigen Terminen greifen Sie immer noch auf Schulter-betonende Sakkos zurück oder achten darauf, dass Ihr Wollteil Ihre Schulterpartie schön unterstreicht!

Was bedeutet „Mut zu Material- und Muster-Mix“ im Business-Alltag?

Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, da Kompetenz und Führung in den meisten typischen Managementpositionen (abgesehen von Sozial- und Kreativberufen) immer noch durch klare Linien ausgedrückt wird. Das heißt, dass Sie sehr wohl mixen dürfen, nur nicht alles gleichzeitig. Entscheiden Sie sich, ob Sie lieber die Textur Ihrer Kleidungsstücke mischen – z.B. einen typischen Businessblazer mit einem zarten Chiffon-Rock, einen Grob-Strick-Pulli mit einer Seidenhose, oder ob Sie im Material gleich bleiben und ein Stück davon mit Muster wählen.

Das Schöne daran ist, dass Sie Ihre weibliche Individualität ausleben können und dabei gleichzeitig Kompetenz und Positionsbewusstsein ausdrücken.

 

Die immer-gültige Formel bleibt gültig:

Maximale Geradlinigkeit + bewusste Eye-Catcher (ein Stück, das durch Farbe, Form und Material auffällt bzw. die klassische Grundlinie durchbricht) = Kompetenz mit Wiedererkennungswert.

 

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Author: Martina Gleißenebner-Teskey

Martina Gleißenebner-Teskey war weltweit als Model und Mannequin unterwegs bevor sie sich 1997 als Trainerin und Coach für „Charisma und Persönlichen Stil“ selbständig machte. Sie ist seither international für Firmen und Einzelpersonen tätig. (www.branding-tc.com)

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