Reinhard Sperr, Gärtner: … man benötigt auch immer eine Portion Glück!

© Bild: www.derservicegaertner.at

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Der Service Gärtner
Gartengestaltung, Grünflächengestaltung, Landschaftsbau
Gegend 20, 4894 Oberhofen am Irrsee
Telefonnummer: +43 6213/69 956, +43 664/53 25 487
E-Mail: info@derservicegaertner.at
Internet: www.derservicegaertner.at

Warum wurden Sie Unternehmer?

Weil ich erstens im Betrieb, in dem ich bis dahin als angestellter Gärtner in einem Gartencenter arbeitete einige Dinge so nicht hinnehmen wollte (z.B. mangelnder Kundenservice, keine leistungsbezogene Entlohnung, interne Querelen,..) und zudem aber nicht ändern konnte. Ich dachte mir: das muss besser gehen!

Beschreiben Sie bitte das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens.

Gärtnerische Dienstleistungen wie Gartenplanung, Gartengestaltung und hochwertige Gartenpflege mit einem besonderen Service-Anspruch im Privatkundenbereich. Sehr lokal um guten Service zu überschaubaren Kosten und mit wenig Umweltschädigung anbieten zu können. Wir verfassten über unser Unternehmenskonzept in den vergangenen Jahren auch ein Franchisesystem, mit welchem engagierte Gärtnerinnen und Gärtner einen Servicegärtner-Betrieb in anderen Teilen Österreichs begründen können.

Beschreiben Sie bitte die Eckdaten Ihres Unternehmens (Anzahl MitarbeiterInnen, Standorte, Jahresumsatz, Jahr der Unternehmensgründung, Rechtsform etc.)

Mitarbeiter: 4-5
Standort: Oberhofen am Irrsee, Einsatzgebiet: Mondseeland, Salzburger Flachgau und Stadt Salzburg
Jahresumsatz: ca. 300.000 (inkl. Energiepflanzen)
Gründung: 01.04.2000
Rechtsform: Einzelunternehmen

Seit wann betreiben Sie dieses Geschäft?

Gründung: 01.04.2000

Wer sind Ihre MitbewerberInnen? Was machen Sie anders als Ihre MitbewerberInnen?

Klassische GartengestalterInnen, GartenarchitektInnen, Maschinenring und im weitesten Sinne auch Hausbetreuer. Mit dem Service-Gedanken, den wir laufend zu perfektionieren versuchen und die Konzentration auf kleine und mittelgroße Privatkundenaufträge in der Region sprechen wir eine ganz spezielle Kundenschicht an. Wir sind uns für keinen Auftrag zu gut oder auch zu klein und sind im Gegensatz zu teils branchenfremden Dienstleistern mit sehr gut ausgebildeten Gärtnerinnen und Gärtnern besetzt, dabei aber günstiger als Gartenarchitekten. Dazu investieren wir überdurchschnittlich in Marketing-Maßnahmen und PR und sind damit trotz der Kleinheit unseres Unternehmens eine fixe regionale Größe geworden.

Wie schätzen Sie allgemein die Lage Ihrer Branche ein?

Nach wie vor positiv bzw. wachsend. Der Boom wird aber nicht ewig anhalten und Sättigungstendenzen werden mittelfristig eintreten. Für eine solche Phase sehen wir uns aber gut gewappnet, weil wir eine überschaubare Kostenstruktur besitzen, nicht viel größer werden wollen und in Zeiten einer Marktbereinigung als Qualitätsanbieter punkten werden können.

Betreiben Sie noch andere Unternehmen?

Mit www.Energiepflanzen.com betreiben wir seit 2008 parallel einen Webshop für schnellwachsende, extensive Energiepflanzen zur alternativen Biomasse-Erzeugung. Hier exportieren wir mindestens 50% der Pflanzen und besetzen eine ganz spezielle Nische im Ackerbau bzw. der Land- und Forstwirtschaft. www.Jumbograshecke.com (schnellwachsende Gräser für Gartengestaltung) hat sich 2011 daraus entwickelt, wird derzeit aber als Produkt von „Der Service Gärtner“ organisiert.
Wir erwarten generell im Bereich E-Commerce weitere Steigerungen und investieren daher hier weiterhin stetig.

Würden Sie (nochmals) gründen was würden Sie anders machen?

Könnte ich so spontan jetzt gar nicht sagen. Zahlen, Pläne und dergleichen sind wichtig, dennoch muss man in der Praxis schauen, wie diese Ideen vom Markt aufgenommen werden. Dazu benötigt man auch immer eine Portion Glück!
Also ich würd nicht so viel anders machen denke ich…

Nutzen Sie die neuen Medien (Facebook, Twitter, Xing, Instagram etc.)? Wenn ja, wie genau?

Ja, relativ intensiv sogar! Vor allem Facebook gehört zu einem sehr wichtigen Kommunikations-Kanal für uns. Twitter, Xing und google+ nutzen wir am Rande mit, Youtube z.B. bringt uns aber ebenfalls mehrere tausend Besucher zusätzlich pro Jahr.

Welche Rollen spielen Nachhaltigkeit und erneuerbare Energie in ihrem Businessmodell?

Eine ganz wesentliche! Von Beginn an engagieren wir uns im Bereich CSR, fördern gezielt MitarbeiterInnen, führen Projekte im Umweltbereich durch und bringen uns regelmäßig stark in regionalen Initiativen (Sport, Kultur, Schulen u. Kindergärten, Vereine,..) ein.
Für dieses Engagement wurden wir auch schon mit einigen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Landesumweltpreis Oberösterreich, dem CSR-Preis TRIGOS OÖ sowie mit dem INEO als eines der besten OÖ Unternehmen im Bereich der Lehrlingsausbildung.
Zudem sind wir bereits seit 2007 Klimabündnisbetrieb, seit dem Vorjahr auch Gemeinwohl-bilanzierendes Unternehmen und seit kurzem auch Klimaaktiv-Partner des Österreichischen Umweltministeriums.

Gibt es noch etwas dass Sie über sich und Ihr Unternehmen berichten möchten?

Wie eingangs angeschnitten möchten wir am Standort im Mondseeland nur bedingt wachsen, auch weil unser Geschäftsmodell in kleinen und flexiblen Einheiten am besten funktioniert. Wir wollen aber unsere Ideen von einem besseren Wirtschaften im Sinne der Umwelt aber auch im Sinne der Kunden nach außen tragen und über Franchise-Partnerschaften weitere Gebiete in Österreich bzw. Süddeutschland erschließen. Interessierte finden weitere Infos dazu unter www.selbstaendig-gaertner-franchise.com.

Welches Mobilitätskonzept haben Sie und Ihre MitarbeiterInnen?

Wir haben als Dienstleister das Problem, dass wir relativ viele PKW- und Klein-LKW-Kilometer pro Jahr fahren müssen um unser Service anzubieten. Als lokales Unternehmen sparen wir uns, der Umwelt und unseren Kunden ohnehin lange Anfahrtswege und damit auch Kosten. Als erstens versuchten wir durch eine intelligente Routenplanung unnötige Kilometer zu vermeiden. Dann setzten wir mit der Fuhrparkumstellung auf umweltfreundlichere Erdgas- und Elektroautos weitere große Akzente. Derzeit ist nur mehr ein Dieselfahrzeug im Einsatz, welches in absehbarer Zeit aber auch getauscht wird. Den verbleibenden CO2-Ausstoss kompensieren wir durch die Unterstützung Österreichische Klimaschutzprojekte und sind somit als eines der wenigen Unternehmen Österreichs CO2-frei mobil.

Unsere MitarbeiterInnen und Führungskräfte werden bei der Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel sowie bei der Bildung von Fahrgemeinschaften unterstützt. Firmenausflüge und überregionale Geschäftstermine werden zum überwiegenden Teil mit der Bahn durchgeführt.

Beschreiben Sie sich als Person bitte mit sieben Eigenschaftswörtern:

ruhig
offen
vielseitig
familiär
verlässlich
innovativ
humorvoll

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Author: Maria Nasswetter

Maria Nasswetter ist Soziologin und auf soziale Interaktion, Communities, Bildkommunikation und -strategien spezialisiert. Communities und soziale Interaktion sind Schwerpunktthemen, mit denen sie sich theoretisch und praktisch beschäftigt. Daher ist auch das Unternehmerweb, verstanden als Synergie zwischen On- und Offlineaktivität, ein Ort an dem sie ihre Expertisen einbringt. www.corporate-interaction.com

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