Michael Hetzmannseder, Fotograf: … der nächste Auftrag wird der schönste!

© Bild: Michael Hetzmannseder

© Bild: Michael Hetzmannseder

Michael Hetzmannseder
Zeinlhofergasse 8/6, 1050 Wien
email: michael@hetzmannseder.at
Internet: www.hetzmannseder.at

 

Warum wurden Sie Unternehmer?

Ich habe mich von meinem letztem Arbeitgeber getrennt und bei der Jobsuche wollten mich die Verlage und Agenturen nicht anstellen aber Aufträge auf Honorarbasis sehr wohl geben. Und so ergab es sich von selbst freiberuflich zu arbeiten. Ich bekam dabei Flügel, bin gewachsen und habe Kontakte, die ich damals schon hatte aufgebaut. Wenn Du angestellt bist, kannst Dich nicht rühren, da bist du in einem goldenen Käfig. Wenn man selbständig ist, ist man SELBST STÄNDIG für einen selber verantwortlich und dann kann man was tun. Da hatte ich dann 15 tolle Jahre. Eine geschützte Werkstätte brauche ich nicht mehr. Das geschützt sein ist ja nicht nur positiv sondern auch negativ; man wird zurückgehalten. Man muss dasein, weil Freitag ist, weil eine Sitzung ist. Jetzt fahre ich wenn schönes Wetter raus und mache Fotos. Man ist sein eigener Chef. Ich bin nicht fremdentschieden und das ist ganz was Wichtiges.

Ich habe mich als Angestellter wirklich eingesperrt gefühlt. Nach dem Urlaub fiel es mir immer besonders schwer wieder in die vier Wände meines Büros zurückzukehren.

Beschreiben Sie bitte das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens.

Optische Dienstleistung. Stammkunden, die mich immer wieder beauftragen. Das Kundenspektrum ist breit und groß. Von Agenturen die mich für eine Pressekonferenz buchen, Interviews fotografieren für Magazine bis zu Firmenveranstaltungen bei Großauftraggebern. Ein buntes Spektrum das mir sehr gefällt.

Beschreiben Sie bitte die Eckdaten Ihres Unternehmens (Anzahl MitarbeiterInnen, Standorte, Jahresumsatz, Jahr der Unternehmensgründung, Rechtsform etc.)

1996 habe ich mein Einzelunternehmen gegründet. In Wien 5. Keine Mitarbeiter.

Wer sind Ihre MitbewerberInnen? Was machen Sie anders als Ihre MitbewerberInnen?

Pressefotografen, Fotografen, die in diesem Genre ebenfalls unterwegs sind. Es gibt schon viele davon.

Mir ist die Liefertreue äußerst wichtig. Wenn ich verspreche es kommt dann und dann ist es auch da. Jeder Kunde wird gleich betreut, da jeder einzelne davon wichtig ist. Noch wichtiger als Qualität. Die muss schon stimmen aber Pulitzer Preis muss ich damit nicht gewinnen; wenn zum Beispiel um 12 Uhr das Foto abgegeben werden muss, dann kann man sich 1000% auf mich verlassen.

Betreiben Sie noch andere Unternehmen?

Nein

Würden Sie (nochmals) gründen was würden Sie anders machen?

Ich würde auf jeden Fall nochmals mich selbständig machen.

Ich erkannte, dass es wichtig ist im laufenden Betrieb Neukunden zu aquirieren. Also nicht mehr sagen jetzt läuft es super und so geht es eh weiter. Sondern rechtzeitig bereits bei bester Auftragslage sich Gedanken machen um die Zukunft. Wenn es mal schlechter wird ist es schwieriger Neukunden zu gewinnen. Wenn man gut drauf ist trägt man das nach außen und wird als eloquenter wahrgenommen.

Nutzen Sie die neuen Medien (Facebook, Twitter, Xing, Instagram etc.)? Wenn ja, wie genau?

Eigentlich gar nicht. Beruflich nicht, privat ein bisschen. Aber vielleicht ändert sich das bald.

Welche Rollen spielen Nachhaltigkeit und erneuerbare Energie in ihrem Businessmodell?

Ich verwende Akkubatterien. Zum Glück muss ich nicht mehr tonnenweise Filme wegschmeissen.

Leider werden die Digitalkameras nach ein paar Jahren kaputt. Das stört mich wahnsinnig, dass die so schnell funktionsuntüchtig werden.

Ich versuche nach Möglichkeit mit der U-Bahn zu fahren.

Gibt es noch etwas dass Sie über sich und Ihr Unternehmen berichten möchten?

Die Freude an der Arbeit muss dabei sein. Das Herzblut muss spritzen. Eine kurze Geschichte dazu: Als ich eine Freundin kennenlernte und ich ihr vorschwärmte wie gerne ich Fotograf bin war sie ganz begeistert. Sie wollte immer einen Freund haben, der seinen Beruf liebt!

Mein Motto ist: Der nächste Auftrag wird der Schönste!

Welches Mobilitätskonzept haben Sie und Ihre MitarbeiterInnen?

Muss ich mit der großen Ausrüstung anrücken bin ich gezwungen mit dem Auto zu fahren. Dabei ist nicht nur das Gewicht ausschlaggebend sondern die Sperrigkeit der mitzuführenden Gegenstände wie Stative, Blitzanlage etc. Zug als Alternative geht auch nicht gut, da ich diese teure Ausrüstung nicht unbeaufsichtigt im Abteil lassen kann. Bei längeren Reisen ist aber unvermeidbar.

Wenn ich mit der kleineren Ausrüstung unterwegs bin nehme ich selbstverständlich die U-Bahn.

Beschreiben Sie sich als Person bitte mit sieben Eigenschaftswörtern:

positiv
kreativ
teamfähig und solistisch
sozial
impulsiv
manchmal zu spontan
fröhlich

Übersicht UnternehmerInnenportraits »

Wenn auch Sie sich als UnternehmerIn mit einem kostenlosen Portrait vorstellen möchten, dann füllen Sie bitte die nebenstehende Newsletter-Anmeldung aus. Wählen Sie dazu im Dropdown-Menü den Punkt: Ja – ich bin interessiert. Wir werden uns dann innerhalb der nächsten Tage bei Ihnen melden.

Author: Maria Nasswetter

Maria Nasswetter ist Soziologin und auf soziale Interaktion, Communities, Bildkommunikation und -strategien spezialisiert. Communities und soziale Interaktion sind Schwerpunktthemen, mit denen sie sich theoretisch und praktisch beschäftigt. Daher ist auch das Unternehmerweb, verstanden als Synergie zwischen On- und Offlineaktivität, ein Ort an dem sie ihre Expertisen einbringt. www.corporate-interaction.com

Share This Post On

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.