Logistik für KMU – Teil 1: Woran erkenne ich einen guten Logistikdienstleister

© 3D-Rendering: www.corporate-interaction.com

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Die Welt ist klein geworden – in ein paar Stunden kann man fast jeden Punkt der Erde erreichen, per Internet sogar innerhalb von Sekundenbruchteilen. Für viele KMU bedeutet dieser Umstand, dass sie nun im globalen Wettbewerb stehen. Eine globalisierte Welt erfordert eine hochentwickelte Logistik, egal ob für Daten oder Waren. Für viele Unternehmen ist die Logistik zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden. Mittlerweile hat die Entwicklung auch KMU und manche EPU erreicht und für diese ist Just-in-Time ein Muss. Dieses Produktionsmodell ist nur möglich, wenn die Logistikkette perfekt funktioniert.

Auf der anderen Seite boomt der Internethandel und wächst immer mehr. Das zwingt viele KMU in diesen Wettbewerb einzusteigen. Und für viele beginnen damit die Probleme. Denn persönlich abliefern ist gar nicht möglich und dazu jemanden extra anstellen, rentiert sich nicht. Ein entsprechender Dienstleister wird benötigt, der verlässlich, schnell und kostengünstig ist. Nun also die Frage: Worauf muss ich als KMU und EPU bei der Auswahl eines Kurier- und Lieferdienstes achten?

Der Unterschied zwischen Paketzustellung und hochwertigem Expresszustellservices

Nicht überall wo Expressdienst steht, ist auch Expressdienst drinnen. So könnte man es salopp zusammenfassen. Manchmal sind sogenannte Expresszusteller nicht schneller als herkömmliche Dienste. Also ist es wichtig auf garantierte Zustellzeiten zu schauen. Da trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Große Dienstleister wie DHL, die Post, UPS, FedEx, usw. bieten unterschiedlichste Dienstleistungen für verschiedene Zielgruppen an. Es lohnt sich also genau darauf zu achten, um nicht das falsche Angebot zu erwischen, sondern die passende Business Unit auszuwählen. Achtung: nicht immer bedeutet gleiche Marke auch gleicher Service, es gibt unterschiedliche Dienstleistungsangebote im selben Unternehmen!

Welche Sendungsgrößen und welche Waren können versandt werden?

Ein nicht unwesentlicher Punkt. Es ist daher wichtig im Vorhinein das richtig abzuklären, damit die Sendung nicht womöglich zu groß, zu schwer oder gar nicht zulässig ist. Ein Blick auf die Website des Anbieters schafft hier hoffentlich schnell Klarheit.

Inlandssendungen – Lieferzeitpunkt garantiert

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© Foto: DHL Express

Wann genau wird an den Kunden geliefert? An welchen Tagen und zu welchen Zeiten wird zugestellt. Was passiert an Samstagen? Gibt es eine Zustellgarantie? Kann ich sicherstellen, dass die Zustellung auch persönlich an den Empfänger erfolgt?
Gibt es einen zweiten Zustellversuch? Wird die Zustellung dem Kunden angekündigt?

Anhand dieser Fragen kann schon einmal recht gut das Leistungsvermögen eines Logistikers beurteilt werden. Auch hier schafft der Blick ins Internet Klarheit und sorgt für Vergleichbarkeit.

Auslandsendungen mit und ohne Verzollung

Die „Grenzenlosigkeit“ für den Personen- und Warenverkehr in Europa lässt gerne übersehen, dass es daneben noch immer viele Staaten gibt, die nach wie vor Einfuhr- und Zollschranken haben. Ein gutes Logistikunternehmen weiß darüber weltweit Bescheid und kann dazu entsprechend im Vorfeld Auskunft geben. Am Besten natürlich mittels Servicecenter vor Ort.

Ein seriöses Logistikunternehmen weiß über die Zollformalitäten Bescheid und hat im besten Falle eigene Leute vor Ort, die sich darum kümmern. Damit haben an dieser Stelle weltweit agierende Unternehmen oft die Nase vorne, weil sie nicht nur über jahrelange Erfahrung verfügen, sondern eben vielfach auch vor Ort sein können.

Das ist daher ein Grund, warum viele kleinere Dienstleister beim Auslandsversand mit den Großen kooperieren.

Verpackung

Eine meist für sporadische Versender wichtige Frage. Denn nach „Murphys Law“ ist immer genau dann keine passende Verpackung zur Hand, wenn man diese dringend bräuchte. Einige Anbieter offerieren daher in ihren Servicepoints entsprechendes Verpackungsmaterial. Bei der Post zum Beispiel kann es direkt erworben werden, DHL Express stellt es ihren Kunden im Servicepoint sogar kostenlos zur Verfügung.

Tracking als Sicherheitsfaktor

Ein im Businessbereich sehr wichtiger Faktor. Das gibt nicht nur Ihnen als Versender, sondern auch Ihren Kunden ein Gefühl der Sicherheit und hat den praktischen Vorteil, dass der aktuelle Stand transparent wird. Es ist einfach gut zu wissen, dass die Sendung noch beim Zoll liegt und nicht nach irgendwohin verschwunden ist. Auch wissen Sie, dass an den Kunden geliefert wurde. Es kommt bekanntlich auch vor, dass eine Sendung beim Kunden zeitweise „verschwindet“, weil der entgegennehmende Mitarbeiter nach der Übernahme vergessen hat, sie weiterzuleiten.

Das Gesetz des Handelns bleibt somit auch während des Transportes auf Ihrer Seite.

Kosten

© Foto: DHL Express

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Ein entscheidender Punkt. Hier einen generellen Ratschlag zu geben wäre unseriös. Wird regelmäßig versendet und in größerer Stückzahl, so ist es zweckmäßig, verschiedene Angebote einzuholen. Denn dabei gibt es viele Faktoren, die sich als Kosten auswirken. Ein guter Dienstleister kann hier entsprechend beraten und das für Sie passende Angebot erstellen.

Wird nur sporadisch und eher unregelmäßig versendet, wie in der Gründungs- und Frühphase eines Unternehmens, so kann es zielführend sein, einen kleinen Leistungskatalog zu erstellen, um festzuhalten, was für Sie und Ihre Kunden, die beliefert werden sollen, essentiell dabei ist. Anhand dieses Katalogs kann dann der Dienstleister bestimmt werden.

Die Erfahrung zeigt, dass einige Unternehmen interessente Preisstaffelungen aufweisen, je nachdem, wie viel sie als Versender selber machen. Das heißt, dass die Aufgabe in einem Servicecenter deutlich billiger ist, als die Abholung durch einen Boten in der Firma. Auch ist die Online Aufgabe über das Internet billiger als die telefonische, obwohl beide Sendungen abgeholt werden. Die Website eines seriösen Dienstleisters muss hier Auskunft geben. Damit lassen sich im Fall der Fälle entsprechend Kosten sparen.

Servicedienstleistungen

KMU und EPU haben vor allem dann, wenn sie den Sprung ins Auslandsgeschäft wagen, viel zu wenig Erfahrung darin, worauf es ankommt, wenn der Kunde seine Bestellungen rechtzeitig erhalten soll. Auch wenn viele Logistikunternehmen mit Auslandskompetenz werben, lohnt es sich, vorab persönlich den Kontakt zum Dienstleister herzustellen. Gute Logistikdienstleister sind idealerweise vor Ort und nicht via Call-Center in Indien zu erreichen.

Seriöse und unseriöse Angebote unterscheiden

Nicht ganz einfach zu beschreiben. Schauen Sie auf die Website. Welche Angebote hat das Unternehmen? Wie sieht der weltweite Versand aus? Gibt es eine Hotline? Ist ein Tracking der Sendung vorgesehen? Was kann ich online machen? Funktioniert die Website in allen Browsern?
Ganz wichtig: Gibt es garantierte Zustellzeiten und wie sehen diese aus? Hier bestehen deutliche Unterschiede!

Logistik ist ein wichtiger Faktor, der bei KMU und EPU oft unterschätzt wird, vor allem in Hinblick auf die Kundenzufriedenheit. Auch wenn Sie letztlich wenig dafür können, wenn eine Sendung zu spät ankommt, angelastet wird das trotzdem Ihrem Unternehmen. Den Kunden interessiert nur das Ergebnis. Deshalb ist es umso wichtiger, den richtigen Lieferdienst für die entsprechende Sendung auszuwählen.

 

 

Quellen:

http://www.dhl-express.at

https://post.at

https://transgloballogistik.wordpress.com

 






Author: Thomas Nasswetter

Thomas Nasswetter ist ein Unternehmer im eigentlichen Sinne des Wortes. Er hat bisher vier Unternehmen gegründet bzw. mitgegründet. Er wollte schon als Kind vieles unternehmen – dabei ist es bis heute geblieben. Er ist Gründer, Kreativer Kopf und Stratege von Corporate Interaction, einem Unternehmen, dass sich der erfolgreichen Interaktion von Unternehmen verschrieben hat. Spezialist für Online Kommunikation mit den Schwerpunkten Content Marketing, Brand Community Building und Creating New Mass Media. Thomas Nasswetter, Jahrgang 1965, stammt aus Lustenau in Vorarlberg, lebt und arbeitet in Wien.

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