Karin Mayer, Zuckerbäckerin: … ich unterscheide mich von der klassischen Konditorei.

© Bild: Maria Nasswetter

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Die Süße
Phorusgasse 1040 Wien
Tel.: +43 699 11 41 94 53
E-Mail: info@diesuesse.at
Internet: www.diesuesse.at

 

Warum wurden Sie Unternehmerin?

Bevor ich Unternehmerin wurde habe ich schon Verschiedenstes gemacht. Ich studierte zunächst Publizistik- und Politikwissenschaften, habe einige Forschungsarbeiten gemacht und die Bibliothek für das Jüdische Museum aufgebaut. Danach war ich bei Kiskililla Produktionsleiterin und für das Sponsoring verantwortlich. Ich stellte damals sehr erfolgreich Geld für unsere Projekte auf. Im Anschluss daran arbeitete ich in einer Relocation Firma und später auch als Management Assistent.
Da ich immer schon gerne kochte und backte, rieten mir einige Freundinnen, doch Catering anzubieten. Das wollte ich aber nicht. Eines Tages blickte ich auf der Josefstädter Straße in eine Auslage, in der außer einer dreistöckigen Torte nichts zu sehen war. Das gefiel mir sehr und ich wollte wissen, was es damit auf sich hatte. Und plötzlich befand ich mich mitten im ersten boomenden Cupcake-Business. Ich organisierte zunächst den Einkauf, suchte günstige Lieferanten, fuhr viel herum und versuchte ein System in das Ganze zu bringen. Ab dieser Zeit beschäftigte ich mich intensiver mit dem Backen und im Speziellen mit Motivkeksen. Zunächst verkaufte ich auf Märkten von mir selbstgebackene und gestaltete Kekse. Und jetzt sind wir schon fast bei meinem jetzigen Unternehmertum angelangt. Nach Absolvierung einer eingeschränkten Befähigungsprüfung erhielt ich den Gewerbeschein als Zuckerbäckerin. Ein geeignetes Lokal dafür fand ich im 4. Bezirk in Wien. Seit einem Jahr nun habe ich mein Geschäft in der Phorusgasse 8, direkt an der 13A Bushaltestelle.

 

Beschreiben Sie bitte das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens.

Ich habe einen Gassenverkauf und ein Kaffeehaus mit 8 Sitzplätzen. Ich biete Backkurse, Kindergeburtstagsarbeiten und diverse Auftragsarbeiten an.

 

Beschreiben Sie bitte die Eckdaten Ihres Unternehmens (Anzahl MitarbeiterInnen, Standorte, Jahresumsatz, Jahr der Unternehmensgründung, Rechtsform etc.)

EPU, Februar 2014, 1040 Wien.

 

Wer sind Ihre MitbewerberInnen? Was machen Sie anders als Ihre MitbewerberInnen?

Mitbewerber für vegane Sachen gibt es ein paar in der Umgebung. Mein Angebot entspricht nicht der einer klassischen Konditorei. Ich unterscheide mich eben, weil ich keine Dobosch- oder Sachertorte im Sortiment haben. Bei mir gibt es wechselnde, saisonale Leckereien mit hohem Qualitätsanspruch. Ich versuche eben regionale und saisonale Produkte zu verwenden. Ich verarbeite nur österreichische Butter und beziehe die Säfte aus Niederösterreich.

 

Wie schätzen Sie allgemein die Lage Ihrer Branche ein?

Gut, weil ich glaube, dass es immer mehr Leute gibt, die qualitätsbewusst einkaufen wollen und dass kleine Geschäfte wieder beliebter werden.

Betreiben Sie noch andere Unternehmen?

© Maria Nasswetter

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Nein

Würden Sie (nochmals) gründen was würden Sie anders machen?

Ich würde sicher wieder gründen. Vielleicht würde ich mich auf einer Hauptstraße niederlassen. Andererseits ist das auch eine Frage der Fixkosten. Durch sehr gute Mundpropaganda und der Bushaltestelle vorm Haus werden immer mehr Kunden auf mich aufmerksam. Zum Glück wurde ich von der Presse gut bedient und ich erscheine immer wieder in der Stadtspionin, im Stadtbekannt usw.

Nutzen Sie die neuen Medien (Facebook, Twitter, Xing, Instagram etc.)? Wenn ja, wie genau?

Täglich gibt es auf Facebook die Tageskarte, d.h. was ich Gutes und frisch für den jeweiligen Tag zubereitet habe. Immer wieder gibt es Leute, die daraufhin anrufen oder vorbeikommen und sich was mitnehmen.

Welche Rollen spielen Nachhaltigkeit und erneuerbare Energie in Ihrem Businessmodell?

Eine große Rolle. Ich habe im Geschäft ausschließlich LED-Lampen.
Und ich mache beispielsweise fast alle Marmeladen, die ich bei meinen Produkten verwende, selber.

Gibt es noch etwas das Sie über sich und Ihr Unternehmen berichten möchten?

Wichtig ist mir das Service am Kunden. Ich liefere auch innerhalb von Wien ab einen Betrag von € 20,- sehr gerne an die gewünschte Adresse.

Welches Mobilitätskonzept haben Sie und Ihre MitarbeiterInnen?

Ich fahre selten mit dem Auto, meist öffentlich und manchmal mit dem Rad.

Beschreiben Sie sich als Person bitte mit sieben Eigenschaftswörtern:

geduldig
ehrgeizig
kommunikativ
kreativ
genau
bescheiden
hilfsbereit

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Author: Maria Nasswetter

Maria Nasswetter ist Soziologin und auf soziale Interaktion, Communities, Bildkommunikation und -strategien spezialisiert. Communities und soziale Interaktion sind Schwerpunktthemen, mit denen sie sich theoretisch und praktisch beschäftigt. Daher ist auch das Unternehmerweb, verstanden als Synergie zwischen On- und Offlineaktivität, ein Ort an dem sie ihre Expertisen einbringt. www.corporate-interaction.com

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