Josef Graf, Franchisegeber: … EFM wurde 1991 gegründet.

© Bild: EFM

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EFM Versicherungsmakler AG

Keplerstraße 105/4, 8020 Graz
Tel.: 0316/72003-0
E-Mail: office@efm.at
Internet: www.efm.at

 

Warum wurden Sie Unternehmer?

Ende der 80er Jahre war ich einige Zeit für die Wiener Städtische im Strukturvertrieb tätig. Den Gedanken selbständig zu werden hatte ich als Bauernsohn immer schon und es war nur eine Frage der Zeit bis ich diesen Schritt zum Unternehmertum außerhalb der Landwirtschaft wage. Dass ich mich dafür entschieden habe, ein Franchisesystem aufzubauen, habe ich allerdings eher dem Zufall zu verdanken. Die Gründungsidee für die EFM hatte ich im Jahr 1987 auf einer Incentive-Reise nach New York. Beim Hinflug habe ich die Erfolgsgeschichte von McDonald’s gelesen und war für diese Idee Feuer und Flamme. Mich hat es fasziniert, wie einfach fünfzig Jahre zuvor das Unternehmenskonzept aus einem Zufall heraus entstanden ist und welcher Weltkonzern daraus wurde. Danach wusste ich, dass ich auch die Versicherungsbranche nachhaltig im Sinne der Kunden über Qualitätsstandards ändern wollte, anstatt über Verkaufswettbewerbe und Motivationstrainings Umsätze zu pushen. Und so führte eines zum anderen, 1991 wurde die EFM gegründet und 1994 durfte ich mich nach 3 Jahren Entrichtungsarbeit und Pilotbetrieb in St. Johann i.S. über den 1. Franchiseunternehmer und sein Büro in Schladming freuen.

 

Beschreiben Sie bitte das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens?

Die EFM Idee ist es, dem EFM Versicherungsmakler ein ganzheitliches System (Tools, Prozesse usw.) zur Verfügung zu stellen, damit er allen Kunden gegenüber den Best Advice Auftrag, also die bestmögliche Versicherung, erfüllen kann. Als Einzelmakler verbringt man heute so viel Zeit damit, administrative Tätigkeiten, Marktbeobachtung, EDV-Probleme, Mitarbeiterausbildung uvm. abzuarbeiten, dass die Zeit für den Kunden immer knapper wird. Außerdem kann man als Einzelner niemals so eine Verhandlungsmacht aufbauen, wie wir es haben. Durch das EFM Franchisekonzept kann der EFM Versicherungsmakler meist den besten Versicherungsschutz Österreichs in dieser vielfältigen Versicherungslandschaft anbieten und hat Zugriff zu Versicherungsprodukten, die ihm nur dank Anschluss zu unserem Unternehmen zur Verfügung stehen. Von der EFM Zentrale werden in Zusammenarbeit mit Ausschüssen und externen Experten alle Tätigkeiten von der EDV über die Verrechnung bis hin zum Marketing abgewickelt, damit der Makler wieder mehr Zeit direkt mit dem Kunden arbeiten kann.

 

Beschreiben Sie bitte die Eckdaten Ihres Unternehmens (Anzahl MitarbeiterInnen, Standorte, Jahresumsatz, Jahr der Unternehmensgründung, Rechtsform etc.)

Gegründet wurde die EFM im Jahr 1991 und seitdem sind wir von einem Ein-Mann-Betrieb zu einem österreichweit tätigen Unternehmen herangewachsen. Unsere 92 Franchiseunternehmer betreuen mittlerweile 74 Büros in allen Bundesländern Österreichs. Insgesamt arbeiten rund 300 Menschen in unserem System. Seit 2000 wird die EFM als Aktiengesellschaft betrieben, um die Vorteile der Kontrollsysteme einer AG mit Franchising zu verbinden. Im Jahr 2014 konnten wir einen Umsatz von ca. 14 Millionen Euro an Provisionen und Honoraren erwirtschaften. Erfreulich daran ist vor allem, dass wir seit 25 Jahren jedes Jahr steigern.

 

Seit wann betreiben Sie dieses Geschäft?

In der Versicherungsbranche bin ich bereits seit den 80er Jahren tätig, die EFM wurde 1991 gegründet und 1994 hat sich der erste Franchiseunternehmer für dieses Konzept entschieden, also seit 30 Jahren.

 

Wer sind Ihre MitbewerberInnen? Was machen Sie anders als Ihre MitbewerberInnen?

Wir sind so mit unserem System am österreichischen Markt – und angeblich auch weltweit – einzigartig. Einen direkten Mitbewerber haben wir nicht, denn auch wenn man Versicherungen bei etlichen Unternehmen außer uns abschließen kann, so sind die Versicherer in erster Linie trotzdem Partner für uns und wir arbeiten eng mit ihnen zusammen.

 

Wie schätzen Sie allgemein die Lage Ihrer Branche ein?

Versicherungen sind etwas, was die Menschen seit jeher brauchen und was auch in der Zukunft weiterhin stark relevant sein wird. Das Internet und Vergleichsportale haben die Branche etwas verändert, wie es in den meisten Bereichen ist. Trotzdem ist die Versicherungsbranche eine eher traditionelle und der persönliche Aspekt wird immer wichtig bleiben. Bedenken Sie, dass die besten Ergebnisse aus Vergleichsportalen im Regelfall schlechter sind als unser Standard.

 

Betreiben Sie noch andere Unternehmen?

Nein, ich widme mich beruflich zu 100% voll und ganz der EFM.

 

Würden Sie (nochmals) gründen was würden Sie anders machen?

Ja, ganz ohne Zweifel. Natürlich haben wir im Laufe der Zeit immer wieder Fehler gemacht, die uns vor Herausforderungen gestellt haben, doch im Endeffekt war jeder Fehler eine wichtige Chance zur Verbesserung. Deshalb bin ich über die Entwicklung des Unternehmens so wie sie verlaufen ist sehr glücklich.

 

Nutzen Sie die neuen Medien (Facebook, Twitter, Xing, Instagram etc.)? Wenn ja, wie genau?

Wir haben eine EFM Fanpage auf Facebook. Da Versicherungen selten hohes Involvement und Freude bei den Kunden auslösen sind soziale Netzwerke für uns aber etwas schwierig und nicht so effektiv wie in anderen Branchen. Dennoch sind wir auf Facebook präsent und posten dort regelmäßig Beiträge über aktuelle Themen oder interne Ereignisse. Mehr Investitionen in diesen Bereich sind für uns nicht sinnvoll. Mein Account wird über die Chefin im EFM Marketing betreut und ich werde nur informiert.

 

Welche Rollen spielen Nachhaltigkeit und erneuerbare Energie in ihrem Businessmodell?

In der Zentrale in Graz verzichten wir großteils auf das Auto und wählen die umweltfreundliche Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das wird vom Unternehmen auch finanziell gefördert. Unsere Datenbank wird außerdem weitgehend elektronisch geführt, damit wir den Papierkonsum auf das notwendige Minimum reduzieren. Bei der Wahl unserer Getränke und Lebensmitteln im Büro bedienen wir uns weitgehend an biologischen und/oder Fairtrade-Produkten. Und trotzdem sind wir leider ein großer Teilnehmer der Wegwerfgesellschaft.

 

Welches Mobilitätskonzept haben Sie und Ihre MitarbeiterInnen?

Unsere Zentrale in Graz befindet sich am Hauptbahnhof, das heißt sie ist mit Infrastruktur bestens versorgt. Fast alle Mitarbeiter nutzen daher die Möglichkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Als EFM unterstützen wir das noch mehr, indem wir die Kosten für das Jahresticket der öffentlichen Verkehrsmittel zur Gänze übernehmen, nicht nur für Grazer, auch für Pendler mit Zug und Postbussen.

 

Beschreiben Sie sich als Person bitte mit sieben Eigenschaftswörtern:

Positiv-kritisch
positiv-vorsichtig
zukunftsorientiert
ungeduldig
ausdauernd
sportlich
nachtragend
spontan

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Author: Maria Nasswetter

Maria Nasswetter ist Soziologin und auf soziale Interaktion, Communities, Bildkommunikation und -strategien spezialisiert. Communities und soziale Interaktion sind Schwerpunktthemen, mit denen sie sich theoretisch und praktisch beschäftigt. Daher ist auch das Unternehmerweb, verstanden als Synergie zwischen On- und Offlineaktivität, ein Ort an dem sie ihre Expertisen einbringt. www.corporate-interaction.com

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