Gründen 11 – Was EPU zu sagen haben! Teil 1

F_EPU_Gruenden11Es ist meistens ganz gut, Anderen zuzuhören, was sie zu sagen haben. Entscheiden muss man ja letztlich selber, ob man ein eigenes Business gründen möchte – welche Unternehmensform es sein soll beziehungsweise welche sinnvoll wäre.

Aber zunächst mal Geschichten und Meinungen, erzählt von Erfahrenen und sogenannte Frischlinge im Unternehmertum, kann anregen, aufhorchen lassen und vielleicht beim Entscheidungsprozess ein wenig hilfreich sein.

 

Welche Umstände können zum Unternehmertum als EPU führen?

Ich habe aus der Karenz heraus gegründet. Das lässt uns die Unternehmensberaterin Anja Haider-Wallner wissen. Nachdem ich erlebt habe, dass ich in meinem alten Job mit 15 Stunden Teilzeit meine Ziele nicht verwirklichen kann und unglücklich wurde.

Ich möchte zeigen, dass man seinen Talenten den nötigen Raum zum Entwickeln einräumen soll. Es gibt Menschen, die gerne Dinge, die man ihnen vorgibt, gewissenhaft ausführen und solche, die gerne selbst die Initiative ergreifen. Dem stimmt Irene Niedermoser-Knoll, die sich als Werbeartikelhändlerin selbständig machte, zu. Nach vielen Jahren als Angestellte, hat sich sich dazu entschlossen ein Unternehmen zu gründen, um gemäß ihren eigenen Vorstellungen und Grundsätzen zu handeln und ihre Ideen umsetzen zu können.

Viele UnternehmerInnen berichten, dass sie im Angestelltenverhältnis viel zu wenig Spielraum für eigene Ideen bekommen und das eigene Können nicht zur Gänze einsetzbar ist. Das erlebte auch der Finanzberater Martin Kasseckert. Es fehlte ihm an der Flexibilität, Dinge so zu gestalten, wie er es für richtig hielt. Der Schritt in die Selbständigkeit war also die logische Konsequenz, lässt er uns wissen.

 

Sich die Zeit selbst einteilen können und nicht unnötig Zeit versitzen.

Man musste anwesend sein, weil Freitag war und die allwöchentliche Sitzung im wahrsten Sinne auszusitzen war. Als mein eigener Unternehmer fahre ich jetzt, wenn schönes Wetter ist raus und mache Fotos, die ich immer mal wieder verkaufen kann. Man ist sein eigener Chef. Es ist mir sehr wichtig geworden, nicht mehr fremdbestimmt zu werden, stellt der Fotograf Michael Hetzmannseder fest.

 

Keine Vorteile ohne Nachteile – ce la vie

Klar muss man als sein eigener Chef oder als Chefin neben all der Arbeit auch noch schauen, dass neue Aufträge generiert werden können. Oder man sollte Dinge, die man weniger gut kann rechtzeitig abgeben und sich komprimiert um den Verkauf oder die Neuakquise kümmern.

Ich erkannte erst später, so der Fotograf, dass es gerade im laufenden Betrieb sehr wichtig ist, sich da schon nach neuen Kunden umzusehen. Denn zu sagen, ach es läuft so gut und das wird schon so weiter gehen, kann sich am Ende des Jahres als fataler Trugschluss herausstellen. Gerade dann, wenn man dick im Geschäft ist, hat man das nötige Selbstbewusstsein um sich neue Auftraggeber anzulachen.

 

Ach ja, das Delegieren…

Gut überlegt sollte gleich zu Beginn werden, gerade für EPU, ob man beispielsweise die Buchhaltung und die Steuerbelange selbst in die Hand nimmt oder sie an Fachkräfte delegiert. Ratsam ist es, nur dann alles selbst zu erledigen, wenn man genau weiß, wie es geht. Sonst ist am Ende teurer, was am Anfang billiger schien.

Davon kann die Sportwissenschafterin, Maria Schoffenegger, ein Lied singen. Sie hatte sich am Anfang ihrer Unternehmensgründung nicht gleich die Spezialisten engagiert, die kompetenter in bestimmten Belangen waren. Also in Steuerfragen und Rechnungslegung musste sie nach einiger Zeit feststellen, dass das nicht so ihr Ding ist.

 

Also doch lieber angestellt sein und sich um nichts kümmern müssen?

Ein Trugschluß, sagt Cornelia Daniel-Gruber, da das Angestellt sein genauso ein hohes Risiko berge. Man ist von einem einzigen Arbeitgeber abhängig und kann jederzeit gekündigt werden. Außerdem würde man zu viel Zeit mit Unnötigem verschwenden und seine Talente nicht zur Gänze ausschöpfen können.

 

Unternehmerweb-Serie #Gründen:

Gründen 14: Was Franchisenehmer davon haben »

Gründen 13: …was es über das System Franchise zu sagen gibt. »

Gründen 12 – Was EPU zu sagen haben! Teil 2

Gründen 11 – Was EPU zu sagen haben! Teil 1

Gründung 10 – GmbH: Unternehmer und Unternehmerinnen berichten

Gründen 09: Nicht nur bei Gründung einer GmbH braucht es Startkapital »

Gründen 08: Eine GmbH gründen – Unter welchen Bedingungen? »

Gründen 07: EPU, GmbH, … Überlegungen vor Gründung »

Gründen 06: Selbständig mit Gewerbeschein »

Gründen 05: Mit oder ohne Lehre ein Unternehmen gründen.

Gründen 04: Welche Eigenschaften man für dir Selbständigkeit mitbringen sollte! »

Gründen 03: Welche Unternehmensziele haben Sie? »

Gründen 02: Gründe sich selbständig zu machen? »

Gründen 01: Warum nicht einmal Unternehmer und Unternehmerin sein? »

 

Author: Maria Nasswetter

Maria Nasswetter ist Soziologin und auf soziale Interaktion, Communities, Bildkommunikation und -strategien spezialisiert. Communities und soziale Interaktion sind Schwerpunktthemen, mit denen sie sich theoretisch und praktisch beschäftigt. Daher ist auch das Unternehmerweb, verstanden als Synergie zwischen On- und Offlineaktivität, ein Ort an dem sie ihre Expertisen einbringt. www.corporate-interaction.com

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