Die Power-Codes für Business-Frauen

In Hochglanz-Magazinen findet Frau allmonatlich die neuesten Modetrends, die vor allem die folgenden drei S-Eigenschaften propagieren: schön, schlank und sexy. Selbst in den seltenen Fällen, in denen es tatsächlich um berufs- und vor allem karrieretaugliche Outfits geht, stehen die drei s-Wörter im Vordergrund. Die dahinterliegende Logik ist immer noch die, die Frauen seit Eva angewandt haben, um den besten Mann zu verführen.

© Lizenz: Shutterstock

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Dabei geht es im Business vor allem um eines: um Macht (ein M-Wort, das lange mit „Mann“ gleichgesetzt wurde). Männer-Mode folgt deshalb unbeirrbar dem jahrtausendealten Gesetz von „größer, breiter, ergo mächtiger“. Da sich Frauen im Berufsleben in einer Männerwelt bewegen tun sie gut daran, die Codes der Macht zu knacken und für sich zu adaptieren.

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Die Übersetzung von „größer, breiter, ergo mächtiger“ heißt für Frauen:

  1. Strümpfe. Punkt. (Oder haben Sie schon jemals einen mächtigen Mann in Shorts gesehen?) – Sie müssen sich zwischen mächtig und sexy entscheiden, selbst wenn Sex ein mächtiges Instrument ist. Maximale Körperbedeckung ist Prinzip.
  2. Bei kleinen Frauen auf jeden Fall Schuhe mit Absatz, große Frauen haben mehr Wahlmöglichkeit. Die Höhe des Absatzes wird immer vom Rest der Kleidung diktiert: es ist ein Spiel der Proportionen.
  3. Röcke bis mindestens Knie-Mitte
  4. Sakkos je nach Körpertyp: von kurz und sehr tailliert bis zum Gehrock ist alles möglich. Wichtig ist die Tatsache, dass die betonten Schultern bei Sakkos der Weichheit von Westen in Machtsitutionen vorzuziehen sind, weil sie einen klar umrissenen Rahmen zeichnen, der mit Kompetenz und Stärke assoziiert wird.
  5. Großen – geräuschlosen – Schmuck: Uhren, Ketten mit großem Anhänger, ein großer Ring. Wichtig ist, bei EINEM Teil zu bleiben. Sie wollen ja nicht mit einem geschmückten Weihnachtsbaum verwechselt werden, sondern lediglich die Aussage machen, dass Sie sich nicht verstecken müssen, dass Sie sichtbar sein wollen.
  6. Große Accessoires: Taschen und Schreibgeräte
  7. Haar: je geradliniger der übrige Stil, desto üppiger darf das Haar ausfallen. Ja, Frauen dürfen als solche erkennbar sein!
  8. Grundsätzlich gilt: geradlinig im Prinzip, ausgefallen in einem bewusst ausgesuchten, individuellen Detail – hier bietet sich Frauen eine viel größere Bandbreite an Möglichkeiten als Männern und darin liegt auch die Kunst der Individualität.
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© Bild: Orsay Steele

In den nächsten Ausgaben werde ich die aktuellen Modetrends unter die Lupe nehmen und auf ihre Macht-Tauglichkeit abklopfen. Es geht wie immer m die Details: Sie entscheiden über mächtig oder nur „hübsch“, über einen persönlichkeitsstarken Auftritt oder den „ich will aber ich trau mich nicht“-Look.

Sind Sie bereit zur Macht?

 

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Author: Martina Gleißenebner-Teskey

Martina Gleißenebner-Teskey war weltweit als Model und Mannequin unterwegs bevor sie sich 1997 als Trainerin und Coach für „Charisma und Persönlichen Stil“ selbständig machte. Sie ist seither international für Firmen und Einzelpersonen tätig. (www.branding-tc.com)

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