Das Büro der Zukunft: Welchen Beitrag leisten moderne Büros zur Produktivität?

© Infografik: www.corporate-interaction.com

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Produktivität im Büro

Die Industrielle Revolution hat uns in ein Zeitalter extremer Produktivitätssteigerung geführt. Hierarchische Strukturen und extreme Arbeitsteilung mit maschineller Unterstützung waren ein guter Ausgangspunkt für den enormen Produktionszuwachs.

Betrachtet man die Steigerung der Produktivität in den letzten 40 Jahren, so wird man feststellen, dass diese in der industriellen Produktion um den Faktor 14 gestiegen ist. Die Produktivität der Office-Arbeitsplätze stieg trotz des massiven Einsatzes der Computertechnik nur um den Faktor 2.

Freiheit und eine gute Kommunikationskultur bedeuten Produktivität

Die recht bescheidene Produktivitätssteigerung des Büroalltags hat mit dem Faktor Mensch, der im Büro immer noch die Hauptrolle spielt und seinem nicht beliebig skalierbaren kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten zu tun.

Daneben spielt die Ausrichtung der Büroarbeit an industriellen Produktionsprozessen aber auch falsche oder fehlende Beziehungsmuster eine ebenso entscheidende Rolle, warum die Produktivität im Büro weit unter dem denkbaren Maximum liegt.

Hierarchien, die sich an industriellen Fertigungsprozessen orientieren führen ebenfalls zu Frustrationen bei der Büromannschaft. Noch immer gilt in vielen Büros das „Nine-to-Five“ Prinzip, das wir schon aus der Frühzeit der industriellen Revolution, bedingt durch Maschinenauslastung und Tageslicht, kennen.

„Aber Mitarbeiter sehnen sich nach Freiheit und eigenen Entscheidungen“, sagt Dave Johnson, Analyst des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Forrester. Ihnen stets vorzuschreiben, welche Umgebungen sie nicht nutzen dürfen, beschränkt sie. Eine wichtige Bedingung für konzentriertes Arbeiten ist die Selbstbestimmung.

Dass Frustration schnell zur inneren Kündigung führt wissen wir aus zahlreichen Studien. In Deutschland entsteht dadurch ein Schaden von bis zu 118 Milliarden pro Jahr, wie Gallup 2013 berechnete.

Welchen Beitrag leisten moderne Büros zur Produktivitätssteigerung?

© Bild: Bene

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Fast die Hälfte der Mitarbeiter in österreichischen Unternehmen gaben an, dass ein auflockerndes Gespräch oder der Gedankenaustausch mit Kollegen im Gemeinschaftsraum, beim Drucker oder bei der Kaffeemaschine ihre persönliche Leistungsfähigkeit erhöhen. Das sind die Ergebnisse einer von ICM Research durchgeführten Studie.

In der Office21 Erhebung „Soft Success Factors“ des Fraunhofer-Institut wurden die Erfolgsfaktoren für die Gestaltung von Büros untersucht. Die wichtigsten Faktoren zur Steigerung des Wohlbefindens im Büro sind demnach hochwertiges Ambiente, Qualitätsmöblierung, ein frisches Klima und gute Lichtverhältnisse.

Der österreichische Spezialist für Büromöbel Bene wiederum postuliert in seinem „Trendreport – Räume der Arbeit II“ folgende Thesen:

  • Der neue Rohstoff Wissen: Es geht nicht darum immer schneller zu werden, sondern auf immer bessere Weise das Wissen zu produzieren und zu kommunizieren.
  • Räume der Arbeit statt Arbeitsplatz: Das Büro ist Kristallisationspunkt einer immer virtueller und mobiler werdenden Arbeitswelt.
  • Das Büro der Zukunft ist ein Wir-Ort: Moderne Büroarbeit findet in Teams statt. Was zählt sind Zusammenarbeit und Vernetzung.
  • Büros werden zu Kultbüros: Die Gestaltung von Büros orientiert sich an der Kultur des Unternehmens und materialisiert Werte, Haltungen und Denkweisen.
  • Humane Technologie verändert unser (Büro-)Leben: Technologie ist omnipräsent und verwebt sich mit dem Alltag.
  • Räume der Arbeit sind auch Räume des Lernens: Die Arbeitsumgebung wird zur „Learning Landscape“ in der wir uns ständig weiterentwickeln.
  • Gesundheit heißt Bewegung in den Büroalltag bringen. Gesundheit ist essentiell für die individuelle Job Satisfaction und den Unternehmenserfolg im Gesamten.

Wohlfühlen und Plätze an denen sich Mitarbeiter vernetzen können sind die entscheidenden Faktoren, die Mitarbeitern brauchen um produktiv zu sein.

© Bild: Bene

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Wie modernes Arbeiten aussieht, wie Kooperation und kreatives Zusammenarbeiten stattfindet, damit beschäftigen sich mehrere Veranstaltungen die im Rahmen der diesjährigen Vienna Design Week stattfinden.

Expert Circle ist der Titel einer Workshop-Reihe, die am 30. September 2014 und am 01. Oktober 2014 von 9-17 Uhr dreimal täglich stattfindet. Themen sind die media-unterstützte, virtuelle Zusammenarbeit, interaktive Meetings und kreatives Arbeiten an der Bene Nice Wall. In einem Innovation Hub können Besucherinnen und Besucher die Teamarbeit der Zukunft auch gleich live ausprobieren.

Am 30. September 2014 um 19 Uhr findet ergänzend zu den Workshops ein Expert Talk unter dem Titel „CO-CREATING TOMORROW“ statt. Co-Operation und kreatives Zusammenarbeiten schaffen Innovation und fördern die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens. Doch Innovation entsteht nicht im Alleingang. Wie Teamwork Ihr Unternehmen erfolgreich macht und welchen Beitrag Büro dazu leisten kann, erfahren Sie beim Expert Talk im Bene Flagshipstore.

Alle Veranstaltung finden im Rahmen der Vienna Design Week bei Bene Wien, Neutorgasse 4 – 8, 1010 Wien statt. Eine Anmeldung » dazu ist erforderlich.

Hierarchie, Führung und Produktivität

Die Tageszeitung Die Welt macht in einem Artikel falsche Führung, die MitarbeiterInnen nur teilweise motivieren kann und nicht zu Höchstleistungen anspornen kann, für unproduktives Verhalten verantwortlich. Die klassische Hierarchie scheint in modernen Unternehmen also nicht mehr zeitgemäß.

Welche Möglichkeit erfolgreicher Führung gibt es?

Hierarchie scheint überhaupt nur mehr unter einer Randbedingung zu funktionieren nämlich unter charismatischen Führern. Es gibt somit die „Ausnahme-Hierarchiker“ wie Steve Jobs oder Bill Gates, die trotz stark hierarchischer Führung äußerst erfolgreich waren und die Welt am Ende des 20. Jahrhunderts entscheidend mitverändert haben.

Die reinen komplexen netzwerkorientierten Systeme sind es eher nicht, wie die Praxis zeigt, sonst wäre Linux das weltweit vorherrschende Betriebssystem.

Letztlich sind es die resilienten Systeme, die den Erfolg im beginnenden 21. Jahrhundert sicherstellen, wie die Beispiele Google, Facebook oder auch Waldviertler Schuhe zeigen.

Resiliente Systeme kombinieren Hierarchie und Netzwerkstrukturen miteinander und sind dadurch deutlich weniger anfällig für Störungen von außen. Vor allem sind sie in der Lage gut mit Veränderungen umzugehen.

Conclusio

Bürogestaltung und Führungssysteme haben also zusammen den größten Einfluss auf die Produktivität von Mitarbeitern in Büro. Kennt die Unternehmensführung die Regeln und gelingt es diese mitarbeitergerecht umzusetzen, dann ist sicherlich ein wichtiger Schritt zum Erfolg getan.

 

Weitere Artikel zum Thema Büro der Zukunft:

Das Büro als Wissensmanufaktur »

Die Bene Nice Wall! Powered by Bene AG »

 

Quellen:

http://bene.com/de/office-magazin/bene-edition-raeume-der-arbeit-zwei/

http://www.welt.de/wirtschaft/article126409764/Innere-Kuendigung-kostet-Wirtschaft-118-Milliarden.html

http://derstandard.at/1227102710565/Studie-Wie-produktiv-es-in-Europas-Bueros-zugeht

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/buero-special/mitarbeiter-in-den-flow-bringen-meetings-nur-noch-vormittags/8851244-3.html

 

 

 

 

 

Author: Thomas Nasswetter

Thomas Nasswetter ist ein Unternehmer im eigentlichen Sinne des Wortes. Er hat bisher vier Unternehmen gegründet bzw. mitgegründet. Er wollte schon als Kind vieles unternehmen – dabei ist es bis heute geblieben. Er ist Gründer, Kreativer Kopf und Stratege von Corporate Interaction, einem Unternehmen, dass sich der erfolgreichen Interaktion von Unternehmen verschrieben hat. Spezialist für Online Kommunikation mit den Schwerpunkten Content Marketing, Brand Community Building und Creating New Mass Media. Thomas Nasswetter, Jahrgang 1965, stammt aus Lustenau in Vorarlberg, lebt und arbeitet in Wien.

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1 Kommentar

  1. Guter Artikel! Viele Unternehmen haben leider noch nicht erkannt, wie man Mitarbeiter richtig motiviert und erkennen die Möglichkeiten, die flexible Arbeitszeiten und ortsunabhängiges Arbeiten bieten, leider immer noch nicht. In meiner alten Firma war es leider genauso und somit Familie und Beruf einfach nicht unter einen Hut zu bringen. Habe mich also selbstständig gemacht und dank eines virtuellen Büros und meinem Arbeitsplatz zuhause habe ich viel mehr Zeit für meine Familie und habe auch beruflich mehr Erfolg. Ich hoffe, dass Beispiele wie Waldviertler und Google bald viele andere Unternehmen in Ö überzeugen…

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