Controlling und Liquiditätsplanung sind Überlebenswerkzeuge

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Liquiditätsplanung ist keine Hexerei, dafür gibt es gute Tools.
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Viele Konkurse könnten vermieden werden, würden Unternehmen nicht nur auf Grund von Bauchentscheidungen sondern auf expilzienten Größen geführt werden. Gerade kleine Unternehmen haben damit oft Schwierigkeiten. Es gibt genügend Tools, die es leicht machen, Zahlen für Unternehmensentscheidungen zu generieren.

Flache Leistungstiefe als Risiko im Unternehmen

EPU und Kleinunternehmen verfügen in vielen Bereichen aufgrund ihrer Struktur nur über eine flache Leistungstiefe. Wegen der dünnen Personaldecke ist, abseits des Kerngeschäftes, oft wenig Zeit und die nötige Kompetenz nicht vorhanden, um unternehmerisch zu planen. Dabei bleiben in vielen Fällen elementare Dinge des Geschäftslebens auf der Strecke: Buchhaltung, Controlling, Rechnungswesen, Angebotserstellung und die Liquiditätsplanung. In vielen Fällen sind das die Ursachen, woran Unternehmen scheitern.

Fehlendes Controlling als Ursache des Scheiterns

Eine Befragung von 124 Insolvenzverwaltern in Deutschland, die zum Erhebungszeitpunkt rund 19.000 laufende Insolvenzverfahren betreuten, zeigt ein eindeutiges Ergebnis. Fehlendes Controlling ist mit einem Anteil von 79% aller Fälle die häufigste Ursache einer Insolvenz.

Bauchentscheidungen ohne Grundlagen

Viele Führungskräfte in kleinen Unternehmen entscheiden aus dem Bauch heraus. Das bedeutet, dass die Intuition, das eigene Gespür, bei der Entscheidungsfindung eine zentrale Rolle spielt. Dabei wird gerne übersehen, dass es in jedem Unternehmen auch Daten und Fakten gibt, die diese Entscheidungen nicht nur unterstützen können, sondern es erheblich erleichtern, die „richtigen“ Entscheidungen zu setzen.

Achtung Liquditätsfalle

Ein Beispiel: Eine größere Investition steht an. Der Laden läuft ganz gut, die Umsätze stimmen. Der Ausblick ist ok. Die Investition wird zu 50% von der Bank mittels Kredit finanziert, die andere Hälfte aus dem Cashflow. Doch es verzögern sich zwei Projekte, weil ein Mitarbeiter für mehrere Wochen ausfällt. Die Verrechnung zu den Meilensteinen kann nicht durchgeführt werden. Das Geld aus diesen Projekten wird aber für die Investition benötigt. Außerdem rächt es sich zusätzlich, dass Rechnungen für andere Kunden nicht sofort geschrieben wurden und Zahlungsziele nicht eingemahnt werden.

Ein gutes Einvernehmen mit der Bank hilft – vielleicht

Die zweiten 50% für die Investition lassen sich nun nicht mehr aus dem Cashflow generieren, es droht ein Liquiditätsengpass. Hier hilft vielleicht ein Kontokorrentkredit. Das geht bei gutem Einvernehmen mit der Bank und einer entsprechenden Bonität. Auf jeden Fall ist es aber nötig, seine finanziellen Mittel nicht nur aus der GuV (Gewinn und Verlustrechnung) zu kalkulieren, sondern diese auch mit Zahlungszielen, Terminen usw. in Beziehung zu setzen.

Liquiditätsplanung ist überlebenswichtig

Es ist daher absolut nötig, eine möglichst genaue Liquiditätsplanung aufzustellen, aus der ersichtlich ist, welche flüssigen Mittel zu einem Zeitpunkt in der Zukunft vorhanden sein müssen. Ist die Möglichkeit Zahlungen fristgerecht zu erledigen nicht zu jedem Zeitpunkt gegeben, drohen Mahnungen, Pfändungen und im schlimmsten Fall der Konkurs.

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Liquiditätsplanung ist nicht schwierig

Liquiditätsplanung ist nicht so schwierig wie es aussieht. Am einfachsten ist sicherlich die Planung mittels Tabellenkalkulation durchzuführen. Es geht aber auch bequemer und sogar mobil, nämlich dann wenn Angebotswesen und die Buchhaltung zusammenspielen und eine Schnittstelle zum Geschäftskonto vorhanden ist. So ist die Liquiditätsplanung meist nur mehr ein zusätzliches Softwaremodul. Manche Banken bieten eine solche Software ihren Kunden sogar gratis an.

 

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Quellen:

http://büro2go.sparkasse.at/tippstricks

http://www.controllingportal.de/Fachinfo/Grundlagen/Fehlendes-Controlling-und-unzureichendes-Rechnungswesen-Typische-Risiken-von-KMU.html

http://lambertschuster.de/finanzplanung/liquiditaetsplan-fuer-kleine-und-mittlere-unternehmen-kmu-und-existenzgruender/

http://www.kmu.admin.ch/finanzielles/03701/03820/index.html?lang=de

 

 

 

Author: Thomas Nasswetter

Thomas Nasswetter ist ein Unternehmer im eigentlichen Sinne des Wortes. Er hat bisher vier Unternehmen gegründet bzw. mitgegründet. Er wollte schon als Kind vieles unternehmen – dabei ist es bis heute geblieben. Er ist Gründer, Kreativer Kopf und Stratege von Corporate Interaction, einem Unternehmen, dass sich der erfolgreichen Interaktion von Unternehmen verschrieben hat. Spezialist für Online Kommunikation mit den Schwerpunkten Content Marketing, Brand Community Building und Creating New Mass Media. Thomas Nasswetter, Jahrgang 1965, stammt aus Lustenau in Vorarlberg, lebt und arbeitet in Wien.

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