Content Marketing – Was ist guter und relevanter Content?

Im September hat das Interesse am Suchbegriff „Content Marketing“ laut Google Trends seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Damit hat der Ende des letzten Jahres angekündigte Hype stattgefunden. Und wen wundert es, wenn die ersten Kritiker auf den Plan gerufen wurden.

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Ist Content Marketing Bullshit?

Zum Beispiel meint Gerry McGovern ein Customer Experience und Usability Experten: „Das meiste Content Marketing ist Bullshit. Studien zeigen, dass 80 bis 90 Prozent von Marketing-Content nutzlos ist.“ Mit seiner Aussage das 80 bis 90 Prozent des Marketing-Content nutzlos sind, hat er vielleicht recht. Das aber Content Marketing damit automatisch nutzlos wäre, ist damit nicht gesagt. Im Gegenteil, Content Marketing scheitert meistens an den (nicht relevanten) Inhalten!

Content ist nicht gleich Content

Ja, es gibt viel für die User nutzlosen Content im Netz und gerade deshalb ist gut aufbereiteter Content eine Möglichkeit sich erfolgreich zu positionieren. Was ist nun guter Content? Die Frage lässt sich leider nicht mit zwei Sätzen beantworten, denn es kommt vor allem darauf an für wen die Inhalte bestimmt sind? Für die unterschiedlichen Usergruppen, für die Suchmaschinen oder für beide?

Google Panda trennt die Spreu vom Weizen

© Visual: www.corporate-interaction.com

© Visual: www.corporate-interaction.com

Seit den Panda Updates von Google, geht es schlechten (nicht relevanten) Inhalten an den Kragen. Auch wenn es zuerst nach Voodoo klang, scheint Google hier deutliche Fortschritte gemacht zu haben. Das hat in den letzten Wochen zum Beispiel Yvonne Tesch, die Start-up Millionärin und Paradegründerin von „maryme“ und „Inspo“ zu spüren bekommen. Beide Plattformen mussten Insolvenz anmelden. Die früher per geschicktem SEO und damit einer für Google mittlerweile durchsichtigen Content Strategie auf die Plattform gelenkten User sind immer weniger geworden. Der Umsatzerfolg damit offenbar auch.

Welche Inhalte zählen

Google will relevanten Content und zwar nicht weil Google es will – NEIN – Google muss den Usern relevante Suchergebnisse liefern, die sie zufrieden stellen. Und damit beginnt der Spagat für Google und ebenso für das eigene Marketing. Google muss den Inhalt als relevant anerkennen und die Suchergebnisse sollten auch die Besucher der Seite zufrieden stellen und diese idealerweise vom Interessenten zum Käufer machen. Damit rücken plötzlich Parameter wie Sitzungsdauer, Verweildauer auf einer Seite, die Absprungrate und Seitenaufrufe pro Session ins Visier.

Online Advertising als alternative Chance

Wenn Sie den Umweg über Google & Co. nicht gehen wollen, dann haben Sie alternativ die Möglichkeit Online Werbung zu schalten. Damit können Sie User direkt auf ihre Website bringen und mit guten Inhalten auch langfristig an Sie binden. Eine sehr wirkungsvolle Strategie, die wir auch bei unternehmerweb.at anwenden. 1.000.000 Seitenaufrufe innerhalb von 18 Monaten sind ein guter Beweis dafür.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und eine Video erst recht

Mich persönlich wundert es immer mehr, dass bisher nur ein paar wenige wirklich große Konzerne das Thema Bildstrategie für sich in Netz entdeckt haben. Ein Beispiel aus Österreich ist Red Bull. Red Bull kann viele verschiedene Gruppen von der Formel 1, über die FMX Fighters, die Flugtage bis zum Worldrun in tollen Kanälen mit unglaublich aufwendig gemachten Videos begeistern und sogar „Anti-Sportgucker“ wie mich punktuell „einfangen“. Natürlich sind nur wenige Firmen in der Lage, diesen Aufwand zu betreiben.

Es muss aber nicht immer gleich die große Keule sein

Schöne Fotos von Produkten, Kunden, Mannschaft etc. tun es manchmal auch. Schauen Sie doch nur mal den Wettbewerb zwischen den beiden Großbäckern „Anker“ und „Der Mann“ auf Facebook an. Eine gute Bildstrategie produziert auch guten Content, vor allem für Nutzer von Soziale Medien.

Ein kleiner Tipp zum Thema erfolgreiche Bildstrategie: Wenn Sie speziell kaufkräftige Frauen erreichen wollen, dann versuchen Sie es mal mit Pinterest und darauf abgestimmten Bildern.

Um bei Google damit zu reüssieren braucht es aussagekräftige Bildtitel, „Alt“-Texte und Bildunterschriften. Da das erstaunlicherweise noch immer ganz wenige machen, eine gute Gelegenheit sich da zu positionieren.

 

Tipps & Tricks zum Content Marketing

Hier nun einige Tipps aus meiner Praxis als Content Marketing Spezialist wie relevante Inhalte aussehen können.

Relevante Inhalte:

  • performancesind in erster Linie für den User gedacht
    • Derr User will sich in den Inhalten wiederfinden, z.B. wenn er nach Urlaubsmöglichkeiten, Kleidung, Hobbyutensilien, etc. sucht
    • oder er will die Lösung für ein Problem finden
  • sind aktuell oder haben zumindest einen aktuellen Bezug
    • Das ist für User und Google gleichermaßen wichtig
  • enthalten alle für den User entscheidenden Infos
    • Zuwenig Info ist immer ein Grund dem Content-Anbieter nicht zu vertrauen
  • stehen im Kontext zueinander
    • Das ist nicht nur für die User wichtig, sondern auch für die Suchmaschinen
  • sind so geschrieben, dass die User sie auch verstehen
    • Nicht alle User sind „advanced“, nicht alle denken so wie Ihre erfahrenen MitarbeiterInnen und viele brauchen Hilfe, Anleitung und Aufklärung. Das Netz ist voll von schlechten Beispielen im Umgang mit Informationen.
  • können von den Usern leicht in ihren Peer Gruppen geteilt werden
    • Dazu sind gute Fotos im richtigen Format und gelungene Überschriften nötig.
  • spiegeln Ihre Position am Markt wieder
    • Wenn sie Themenführer sein wollen, dann können Sie das mit Content Marketing am Besten bewerkstelligen.
    • Sprechen Sie ihre Zielgruppen auf Augenhöhe an.

 

Ausblick

Das sind einmal die wichtigsten Punkte. In den kommenden Artikeln zum Thema werde ich dann auf die Details eingehen.

 

Weitere Artikel zum Thema Content Marketing:

Content Marketing – It’s the story, stupid.

SEO Alarm: Google Panda 4.0 greift auf breiter Front den Content Farming Complex an!

 

Quellen:

https://www.trendingtopics.at/das-meiste-content-marketing-ist-bullshit-meint-customer-experience-experte-gerry-mcgovern/

http://www.gruenderszene.de/allgemein/yvonne-tesch-maryme-insolvenz

https://www.facebook.com/RedBullXfighters/?fref=ts

https://www.facebook.com/Baeckerei.Der.Mann/?fref=ts

https://www.facebook.com/Ankerbrot.AG/?fref=ts

https://www.facebook.com/pages/Wings-for-Life-Worldrun/269137279934090?fref=ts

Author: Thomas Nasswetter

Thomas Nasswetter ist ein Unternehmer im eigentlichen Sinne des Wortes. Er hat bisher vier Unternehmen gegründet bzw. mitgegründet. Er wollte schon als Kind vieles unternehmen – dabei ist es bis heute geblieben. Er ist Gründer, Kreativer Kopf und Stratege von Corporate Interaction, einem Unternehmen, dass sich der erfolgreichen Interaktion von Unternehmen verschrieben hat. Spezialist für Online Kommunikation mit den Schwerpunkten Content Marketing, Brand Community Building und Creating New Mass Media. Thomas Nasswetter, Jahrgang 1965, stammt aus Lustenau in Vorarlberg, lebt und arbeitet in Wien.

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4 Kommentare

  1. Super Beitrag und Gratulation zu den 1Mio PageViews!

    Am Ende bestimmt ja die Zielgruppe was guter Content ist. Und von Null weg eine Zielgruppe zu versorgen geht ja ohnehin fast nur mit Werbung, oder?

    Wie ist eure Verhältnis zwischen Outreach und Werbung?

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    • Hallo Herr Herzog!

      Das Verhältnis zwischen zwischen Outreach und Werbung ist von verscheidenen Faktoren abhängig. Hauptsächlich gibt es eine jahreszeitlichen Zyklus. Der Sommer ist meist die Periode mit den wenigsten organischen Besuchern, der Herbst und der Winter sind die ganz starken Perioden. Um die Besucherzahlen stabil zu halten, agieren wir im Normalfall in einem Kynesianischen Sinne antizylisch. 😉

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  2. Hallo Thomas,

    Content ist sehr wichtig, um seine Besucher in Kunden umzuwandeln. Jedoch muss man auch für Google einige Keywords in den Text niederschreiben, um überhaupt gefunden zu werden.

    Weiters auch die Spezialisierung in einem Gebiet, um in einer kleinen Nische sich einen Namen zu machen, sehr wichtig. Dies mussten wir auch erst lernen.

    Mach weiter so. Deine Texte sind einfach spitze!

    Liebe Grüße, Marko

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    • Hallo Marko!

      Danke für deinen Input! Ja klar ist SEO (Suchmaschinenotpmierung) immer ein wichtiges Thema, vor allem wenn das Modell des Inbound-Marketing gelebt werden soll. Und klar die Nische hat auch ihre Chance und ist ein guter Weg um anzufangen. Aber letztlich braucht es auch beim Content Marketing begleitende Maßnahmen um sich nicht nur Google auszuliefern. Denn letztlich wissen wir nicht, ob Herr Google Kunden die ien höheres Werbevolumen haben einfach bevorzugt? Also sollte ein Strategie immer uaf mehreren Säulen ruhen.
      Liebe Grüße
      Thomas

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