Arbeit macht das Leben schick

Einen interessanten Job zu haben ist ein angenehmes Gefühl; noch angenehmer ist es, wenn wir täglich in einer hippen Umgebung arbeiten. Das Bewusstsein hierfür wird künftig noch wachsen – vor allem auf Unternehmerseite.

Den nachhaltigsten Einfluss auf die Zufriedenheit im Job nehmen seit einigen Jahren die Neuen Medien. Sie erweitern nicht nur den Horizont und stellen Interessierte vor eine Unmenge von Informationen, sondern machen auch eine flexible Arbeitsweise möglich. Man muss nicht mehr nur an seinem Schreibtisch in seiner Firma sitzen, um produktiv zu sein. Das Internet macht’s möglich. Doch auch wenn mobile Arbeitsplätze immer mehr werden – gewisse Standards sollten in Zukunft erfüllt sein.

Jeder Fünfte ohne fixen Schreibtisch

Das Fraunhofer Institut hat kürzlich eine Studie veröffentlicht, in der es die Gestaltung der künftigen Büro- und Arbeitswelt untersucht hat. Das Ergebnis: Bereits jeder Fünfte arbeitet ohne fest zugewiesenen Schreibtisch. Und ist zufrieden damit. Jeder Zweite kann selbst über seine Arbeitszeit entscheiden, über 80 Prozent bestimmen selbst, wie sie ihre Ziele erreichen. 40 Prozent suchen sich aus, von wo aus sie arbeiten.

Zudem arbeiten die Befragten am liebsten in einer schicken Umgebung. Dort, wo früher vielleicht dunkle Büromöbel Standard waren, wünschen sie sich Leichtigkeit und Transparenz. Und das bedeutet architekturbetonter und wohnlich. Auch Ruhe- und Gemeinschaftsräume zum Gedankenaustausch stehen auf der Wunschliste. Daran erkennen Jobanwärter unter anderem, ob sie es mit einem mitarbeiterfreundlichen Unternehmen zu tun haben. Denn die Technik ist es schon lange nicht mehr, die die Arbeitnehmer ins Büro zieht. Vielmehr ist es die Chance zur Vernetzung und die braucht eben eine spezielle kommunikative Atmosphäre.

Bürokonzepte, die glücklich machen

Insofern tun sich Anbieter von Büroimmobilien schwer, wirklich passende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Laut einer Studie von CBRE will ein Drittel der weltweit führenden Unternehmen ihre Mitarbeiter glücklich machen, indem es entsprechende Bürokonzepte entwirft. Denn Arbeitnehmer sind nur dann wirklich zufrieden, wenn sie bei Büro, Arbeitszeiten und Bürodesign mitreden dürfen. Den Unternehmen wird das immer bewusster: „Während eine Zeit lang das Kostenmanagement die alles entscheidende Größe war, spielen nun auch Fragen rund um intelligente Arbeitsplatzlösungen eine immer wichtigere Rolle für Unternehmen bei der Auswahl ihrer Flächen“, sagt Julian Schramek, Head of Building Consultancy bei CBRE Österreich.

Status Quo in der Hauptstadt

Wirft man einen Blick auf den Wiener Immobilienmarkt, so ist festzustellen, dass es hauptsächlich ältere und nur mehr beschränkt marktfähige Objekte gibt. Dennoch entstehen neue Gewerbeflächen, beispielsweise rund um den Wiener Hauptbahnhof; im Allgemeinen lässt sich eine Tendenz zur Neugestaltung und Anpassung der bestehenden Bürobausubstanz. Und genau darin liegt derzeit ein großes Potenzial. Dabei ist und wird auch künftig die Lage ein zentrales Kriterium sein: Innenstädte boomen nach wie vor. Derzeit befindet sich, laut Angaben von Bank Austria Immobilien (BAR), etwa ein Viertel aller Wiener Büroflächen im ersten Bezirk. Ein ideales Büro verfügt laut BAR auch über ausreichend Parkplätze – in Wien sind das über 80 Prozent aller Büros – oder über eine optimale Verkehrsanbindung. Am meisten nachgefragt sind Objekte zwischen 500 und 1.000 Quadratmeter – aktuell Raritäten.

Reversible Büros als Lösung

Wie kann man damit zurechtkommen? Die deutsche Hans-Böckler-Stiftung rät zum reversiblen Büro. In so einer Räumlichkeit werden flexible Büros zur Verfügung gestellt, die unterschiedlich genutzt werden können – als Gruppen-, Kombi- oder Einzelbüro. Großraumbüros können auf diese Art und Weise relativ einfach umgruppiert werden. Vorausgesetzt, die elektrische Ausstattung ist flexibel handhabbar und die Beleuchtung adaptierbar. Die Stiftung erachtet derartiges Büro deshalb als Konzept der Zukunft, weil sie auch unterschiedliche Raumkonzepte ermöglichen.

 

Author: Medienpartner

Kooperieren statt einsam marschieren ist das Motto. Medienpartnerschaften erweitern den Blick auf Themen und Ereignisse.

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