Antwort von Christoph Leitl zur Causa Fritz Amann

Offener Brief an die Wirtschaftskammer bezüglich Vizepräsident Amann: „EPU sind keine Unternehmer“ »

Antwort von Wirtschaftskammer Präsident Christoph Leitl:

Sehr geehrter Herr Nasswetter,

vielen Dank für Ihre E-Mail!

Ich kann Ihre Verärgerung über die getätigten Aussagen des stellvertretenden Bundesobmannes des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW) Fritz Amann zu Ein-Personen-Unternehmen sehr gut verstehen. Seine Position zu Ein-Personen-Unternehmen entspricht nicht der meinen bzw. jener der Wirtschaftskammer. Unverständlich sind mir auch abwertende Formulierungen, welche ich in keiner Weise teile. Meine Haltung ist einfach: Jede Unternehmerin, jeder Unternehmer muss von Funktionären und Mitarbeitern mit größtem Respekt behandelt werden und hat einen Anspruch auf die bestmögliche Interessenvertretung, auf ein bestmögliches Service.

Diese klaren Prinzipien wurden jetzt verletzt. Ich habe daher den Bundesvorsitzenden des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender gebeten, einen anderen Vertreter anstelle von Fritz Amann ins Präsidium der WKÖ zu entsenden. Dies ist mittlerweile geschehen, Matthias Krenn wird den Platz von Fritz Amann im Wirtschaftskammer-Präsidium übernehmen.

Seit Beginn meiner Arbeit für die Österreichische Wirtschaft habe ich mich dafür eingesetzt, dass die Wirtschaftskammer für alle Mitglieder, unabhängig von der Größenordnung, da ist.

Die Wirtschaftskammer hat sich zu bemühen, die spezifischen Interessen aller Unternehmungen bestmöglich zu vertreten und mit der gemeinsamen Kraft, die eine gesetzliche Mitgliedschaft verleiht, gegenüber der Politik durchzusetzen. Die Größe eines Unternehmens spielt dabei ebenso wenig eine Rolle, wie sein Tätigkeitsbereich, sei es Produktion, sei es Handel, sei es Dienstleistungen.

Vom Betriebsgründungsservice, unseren Geburtsstationen bis zu unseren Weiterbildungseinrichtungen in den WIFIs und die Exportbegleitung in die ganze Welt steht alles allen gleichermaßen offen. Jedes Unternehmen hat alleine durch unsere Außenwirtschaftsorganisation 116 Filialen auf der ganzen Welt, die rasch, unbürokratisch, professionell und erfolgsorientiert begleiten.

Diese große Gemeinschaft der 450.000 Mitglieder, ihre Solidarität und ihr Zusammenhalt gibt uns die Kraft, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen für kreative und innovative Unternehmungen. Wenn Österreichs Wirtschaft nunmehr schon das 12. Jahr hintereinander stärker wächst als das dem Wachstum in der EU oder in der Eurozone entspricht, zeigt das, dass wir dabei nicht ganz erfolglos gewesen sind.

Daher gilt auch für die Zukunft: Alle sind willkommen, alle brauchen wir und alle Unternehmen begleiten wir auf ihrem Zukunftsweg!

Mit besten Grüßen

Ihr
Christoph Leitl

Dr. Christoph Leitl
________________________________________
Präsident der Wirtschaftskammer Österreich
Wiedner Hauptstraße 63 I 1045 Wien
T +43 (0)5 90 900-4253 I F +43 (0)5 90 900-240
E christoph.leitl@wko.at I W http://wko.at

 

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Author: Thomas Nasswetter

Thomas Nasswetter ist ein Unternehmer im eigentlichen Sinne des Wortes. Er hat bisher vier Unternehmen gegründet bzw. mitgegründet. Er wollte schon als Kind vieles unternehmen – dabei ist es bis heute geblieben. Er ist Gründer, Kreativer Kopf und Stratege von Corporate Interaction, einem Unternehmen, dass sich der erfolgreichen Interaktion von Unternehmen verschrieben hat. Spezialist für Online Kommunikation mit den Schwerpunkten Content Marketing, Brand Community Building und Creating New Mass Media. Thomas Nasswetter, Jahrgang 1965, stammt aus Lustenau in Vorarlberg, lebt und arbeitet in Wien.

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1 Kommentar

  1. Also ich finde Amann hatte recht mit seiner Aussage. Durch eine Änderung der Gewerbeordnung sind plötzlich zehntausende meist ausländische Pflegerinnen Kammermitglieder geworden. Damit wurde meiner Meinung nach das klassische Unternehmertums verwässert. Ich meine, dass Ziel eines Unternehmens muss es sein zu wachsen und Mitarbeiter zu beschäftigen. Das hat auch Amann vertreten, aber wie immer hat das die linke Presse in diesem Land einfach ausgeblendet. Klar gibt es Einzelkämpfer, die gerne alleine arbeiten und damit auch wirklich Geld verdienen, die verweigern sich aber meiner Meinung nach ihrem gesellschaftlichen Auftrag als Unternehmer!

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